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Metall und Elektro: Start frei für die Tarifrunde 2012

Metall und Elektro: Start frei für die Tarifrunde 2012

Geschenkt wird uns nichts

15.12.2011 Ι Wieviel mehr soll es sein? Im Januar und Februar haben die Mitglieder in den Betrieben Zeit, intensiv über die Geldforderung für die Metall-Tarifrunde 2012 zu diskutieren. Ende Februar beschließen die Tarifkommissionen und der IG Metall-Vorstand die konkrete Forderung. Doch schon jetzt steht fest: Die Zeichen stehen auf Plus.

Bereits jetzt verhandeln die IG Metall und die Metall-Arbeitgeber. Dabei geht es um bessere Bedingungen bei der Leiharbeit, um die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und um den Zugang zu Ausbildungsplätzen für benachteiligte Jugendliche.

  • Die Leiharbeit muss begrenzt und fair geregelt werden. Insbesondere Volumen, Dauer, Einsatzbereiche und Auswahlkriterien. Betriebsräte müssen hier mitbestimmen können.

  • Die unbefristete Übernahme der Auszubildenden muss zur Regel werden. Was in der Stahlbranche gilt, muss auch in der Metall- und Elektroindustrie möglich sein.

  • Immer mehr junge Menschen haben keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Das will die IG Metall ändern. Sie will schwächere Jugendliche fördern, und zwar per Tarifvertrag. Einer Berufsausbildung soll eine Qualifizierung von sechs bis zwölf Monaten vorangehen.

Gleiche Bezahlung und Behandlung für alle

Außerdem will die IG Metall ab Januar mit den Verbänden der Verleiher über mehr Geld für Beschäftigte in der Leiharbeit verhandeln. Branchenzuschläge und Einsatzzulagen sollen sie dem Ziel "gleiches Geld für gleiche Arbeit" näher bringen. Auf der politischen Bühne kämpft die IG Metall weiter für Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Denn: Der Grundsatz gleicher Bezahlung und Behandlung soll für alle und überall gelten.

Das Hauptziel der Tarifrunde 2012 ist mehr Geld. Über die Höhe diskutieren jetzt die Mitglieder in den Betrieben und Tarifkommissionen. Ende Februar 2012 beschließen die Tarifkommissionen und der IG Metall-Vorstand die konkrete Forderung. Bereits jetzt ist aber schon klar: Eine Forderung allein beeindruckt die Arbeitgeber wenig. Wir brauchen das Engagement aller Beschäftigten in den Betrieben, um sie auch durchzusetzen.

Realwirtschaft ist stabil

Die Realwirtschaft ist auf stabilem Niveau, auch wenn sich im Jahresverlauf 2011 das Wachstum etwas abgeschwächt hat. Bei der Produktion gibt es aktuell einen kleinen Dämpfer, der noch im Rahmen normaler Schwankungen liegt. Die Aufträge in der Metall- und Elektrobranche liegen immer noch bei vier Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Produktivität soll zwischen 0,4 und 1,4 Prozent zulegen, bei der Inflationsrate erwarten die Institute zwischen 1,6 und 1,8 Prozent. Für nächstes Jahr ist mit einem Produktionsplus von 2,5 bis 3,5 Prozent zu rechnen. Davon gehen die wirtschaftlichen Prognosen der Institute für die Metall- und Elektroindustrie aus.

Angemessene Beteiligung ist angesagt

Wenn die Firmen im kommenden März und April ihre Bilanzen vorstellen, erwartet die IG Metall positive Zahlen. Nach der Kurzarbeit in der Krise wollen die Beschäftigten angemessen beteiligt werden. Ende Februar, wenn die Entgeltforderung beschlossen wird, ist auch erkennbar, unter welchen Vorzeichen das Jahr 2012 startet.

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