IG Metall
Metall-Tarifrunde 2013
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Inhalt

24.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Berlin, Brandenburg und Sachsen

Metallerinnen und Metaller machen Druck

Starker Auftritt von Metallerinnen und Metaller bei der zweiten Runde in Berlin.

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der sächsischen Metall- und Elektroindustrie endete ebenfalls ergebnislos. Die IG Metall lehnte in Leipzig das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber entschieden ab. Auch in Berlin trennten sich IG Metall und Arbeitgeber ohne Ergebnis für die Metallarbeitnehmer in Berlin und Brandenburg. "Das Angebot der Arbeitgeber liegt unterhalb der Inflationserwartung und ist völlig inakzeptabel", sagte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel. "Wenn wir die zu erwartende Preissteigerung abziehen bleibt nichts übrig. Das heißt Lohnstopp im Geldbeutel der Beschäftigten." Damit haben die Arbeitgeber die Weichen auf Warnstreiks gestellt. Am 27. April plant die IG  Metall in Leipzig einen Tarif-Aktionstag, an dem der Zweite IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel reden wird. Die ersten Warnstreiks wird es voraussichtlich schon in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai geben.

24.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Küste

Arbeitgeber haben Chance vertan

1800 Metallerinnen und Metaller waren in Kiel zur zweiten Runde dabei.

In Kiel waren zur zweiten Runde für die norddeutsche Metall- und Elektrobranche mehr als 1800 Metallerinnen und Metaller auf den Beinen. Auf der Kundgebung vor dem Verhandlungslokal erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste: "Mit den Nullmonaten bedeutet das Angebot von Nordmetall gerade mal ein Plus von rund 1,9 Prozent. Die Arbeitgeber haben die Chance auf eine schnelle Lösung vertan: Sie hätten das Angebot nachbessern und damit den Verhandlungen neuen Schwung geben können." Die nächste Verhandlung ist am 13. Mai. Warnstreiks sind nach Ende der Friedenspflicht ab dem 1. Mai möglich.

23.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Sachsen-Anhalt

Arbeitgeber sehnen sich offenbar nach Warnstreiks

Aktiv für 5,5 Prozent Plus: Metallerinnen und Metaller bei der zweiten Runde in Magdeburg.

"Anstatt den Tarifkonflikt zügig beizulegen, verzögern die Arbeitgeber eine Einigung. Diese Hinhaltetaktik provoziert Warnstreiks, die sie offensichtlich benötigen, um in konstruktive Verhandlungen einsteigen zu können", erklärte IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine in Magdeburg. Über 100 Beschäftigte waren bei der zweiten Runde für Sachsen-Anhalt dabei und demonstrierten für ihrer Forderung nach einem Plus von 5,5 Prozent. Bisher haben die Arbeitgeber in allen Tarifgebieten gebetsmühlenartig das gleiche mickrige Angebot vorgelegt. Deshalb starten jetzt am 2. Mai auch in Sachsen-Anhalt die ersten Warnstreiks. Die dritte Verhandlung ist wieder in Magdeburg und zwar am 13. Mai.

23.04.2013 Ι Öffentliche Veranstaltung bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen

"Arbeitgeberangebot ist respektlos gegenüber den Beschäftigten"

Bei Porsche in Zuffenhausen "würdigten" heute 3000 Beschäftigte das Angebot der Arbeitgeber.

Rund 3000 Metallerinnen und Metaller versammelten sich heute Vormittag vor dem Werkstor bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen. Dort informierte die IG Metall über das Angebot der Arbeitgeber. "Wir sind hier, um das Angebot der Arbeitgeber dort zu würdigen, wo es gewürdigt gehört - vor den Toren der Betriebe. In einer Situation, in der die Branche richtig gutes Geld verdient, sollen die Belegschaften mit 1,9 Prozent abgespeist werden", sagte dort Uwe Meinhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart. Der Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück erklärte das Angebot als "respektlos" gegenüber den Beschäftigten und forderte sie zum "Tanzen im Warnstreik-Takt" auf.

22.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Nordrhein-Westfalen

Eingefrorene Reallöhne sind Gift für unsere Wirtschaft

Mit ihrem provozierenden Angebot unterlaufen die Arbeitgeber jede Messlatte für faire Tarifsteigerungen" erklärte IG Metall Bezirksleiter Knut Giesler in Neuss. Auch für Nordrhein-Westfalen hatten die Arbeitgeber nur zwei Nullmonate und eine Erhöhung um 2,3 Prozent mehr Geld ab Juli angeboten. Giesler kritisierte: "Ein solches Einfrieren der Reallöhne wäre Gift für das Wachstum unserer Wirtschaft; in Deutschland und in Europa." Am 24. April berät die Tarifkommission das Arbeitgeberangebot. Die Friedenspflicht endet am 30. April. Danach sind Warnstreiks möglich. Die dritte Verhandlung ist am 13. Mai in Köln.

22.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Mittelgruppe

"Über diesen Witz können wir nicht lachen"

In Saarbrücken begleiteten 3000 Metallerinnen und Metaller lautstark die zweite Runde.

"Schlechte Witze werden nicht dadurch besser, dass man sie wiederholt", kommentierte IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild das Angebot der Arbeitgeber für die Metallbeschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Denn dieses glich in Saarbrücken haargenau den bisher präsentierten Angeboten in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. "Über diesen Witz können wir nicht lachen und erst recht können wir damit den Tarifkonflikt nicht lösen. Im Gegenteil, es heizt die Stimmung in den Betrieben auf", erklärte Schild weiter. Da die Arbeitgeber nicht willens waren, innerhalb der Friedenspflicht weiter zu verhandeln, stehen ab 2. Mai die Zeichen auf Warnstreiks. In Saarbrücken dabei waren über 3000 Metallerinnen und Metaller, die vor dem Verhandlungslokal lautstark für ihre Forderung protestierten.

22.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Niedersachsen

Arbeitgeber provozieren Warnstreiks

Metallerinnen und Metaller in Aktion vor der zweiten Verhandlung in Hannover.

Rund 300 Beschäftigte bekräftigten vor der zweiten Runde in Niedersachsen ihre Forderung nach 5,5 Prozent für zwölf Monate. In Hannover präsentierten die Arbeitgeber das gleiche Billigangebot wie in Bayern und in Baden-Württemberg: 2,3 Prozent ab Juli 2013 und für Mai und Juni gar nichts - bei einer Laufzeit 13 Monaten. Das ergibt umgerechnet weniger als zwei Prozent. Da die Arbeitgeber nicht bereit waren, vor Ende der Friedenspflicht weiter zu verhandeln, wird es in Niedersachsen ab 2. Mai Warnstreiks geben. "Jetzt wird die IG Metall mit Volkswagen verhandeln", betonte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter. "Am 6. Mai hat der größte Automobilhersteller in Europa die Chance, ein besseres Angebot als die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie auf den Tisch zu legen." Die dritte Verhandlung ist am 13. Mai in Hannover.

19.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Baden-Württemberg

Auch im Ländle geizen die Metall-Chefs mit einem Billigangebot


Eindrucksvolle Demonstration der Metallerinnen und Metaller vor der zweiten Runde in Ludwigsburg.

Kurz vor Auftakt der zweiten Runde in Baden-Württemberg zeigten rund 5000 Metallerinnen und Metaller Flagge für ihre Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Davon waren die Arbeitgeber mit ihrem ersten Angebot in Ludwigsburg allerdings noch meilenweit entfernt. Wie zuvor in Bayern wollen auch die Metall-Chefs in Baden-Württemberg den Beschäftigten nur ein mickriges Plus von gerade mal 1,9 Prozent zugestehen. Nicht mehr kommen umgerechnet bei einem Angebot von 2,3 Prozent nach zwei Nullmonaten heraus. Unterm Strich bedeutet das für die Arbeitnehmer ein Reallohnverlust. Die Laufzeit soll 13 Monate betragen. Das Angebot ist ein Nährboden für den Tarifkonflikt, sagte Jörg Hofmann, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg. "Doch für die Unternehmer gilt offensichtlich: "Geiz ist geil. Kurzfristiges Profitstreben ist aber kein Ersatz für gesamtwirtschaftliche Verantwortung", sagte Hofmann. Die nächste Verhandlung steht nun für den 7. Mai an.

19.04.2013 Ι Zweite Verhandlung Bayern

Arbeitgeber provozieren mit miesem Angebot den Konflikt


4500 Metallerinnen und Metaller demonstrierten in München für 5,5 Prozent Plus

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Für ein vernünftiges Angebot brauchen die Metall-Arbeitgeber anscheinend den Druck von Warnstreiks. Denn ein solches wollten sie in der zweiten Runde für die Metall- und Elektrobeschäftigten in Bayern nicht präsentieren. 2,3 Prozent für elf Monate nach zwei Nullmonaten ergeben sauber umgerechnet gerade einmal 1,9 Prozent. "Das heutige Angebot der Arbeitgeber ist für die IG Metall nicht diskussionswürdig, sondern fordert eher den Konflikt heraus", bewertete Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, das Arbeitgeberangebot. Umso erfreulicher war in München die einstimmende Protestaktion: Schon vor der Verhandlung demonstrierten rund 4500 Metallerinnen und Metaller laut und stark für die IG Metall-Forderung nach einem Plus von 5,5 Prozent. Die nächste Verhandlung ist für den 8. Mai in Nürnberg vorgesehen.

17.04.2013 Ι Zweite Tarifkonferenz Nordrhein-Westfalen

Die spanische Schwestergewerkschaft wünscht viel Erfolg


Metallerinnen und Metaller auf der Tarifkonferenz in Rheda-Wiedenbrück.


"Es gibt viele gute Gründe für unsere Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld", sagte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW auf der Konferenz zum Tarifauftakt in Rheda-Wiedenbrück am 17. April. Ein Grund sei der desaströse Zustand der südeuropäischen Volkswirtschaften. Giesler betonte: "Wir müssen Deutschland zur Konjunkturlokomotive in Europa machen. Dazu werden wir mit unserer Tarifrunde beitragen." Auf der Konferenz war die spanische Schwestergewerkschaft MCA live dazu geschaltet. Das Vorstandsmitglied der MCA Andalusiens, Mayte Márquez Gallego, wünschte den deutschen Metallern "viel Erfolg". Der käme auch ihnen zugute.

Links und Zusatzinformationen
Gute Argumente für 5,5 Prozent mehr


Ein Plus für uns ist ein Plus für alle:
Piliotabschluss Bayern
Übernahmeverhandlungen


Donnerstag, 16. Mai 2013
  • Baden-Württemberg
  • Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Nordrhein-Westfalen

Freitag, 17. Mai 2013

  • Niedersachsen
  • Sachsen

Mittwoch, 22. Mai 2013

  • Thüringen

Donnerstag, 23. Mai 2013

  • Berlin-Brandenburg
  • Sachsen-Anhalt
  • Osnabrück-Emsland

Montag, 27. Mai 2013

  • Küste


Nach den Verhandlungen entscheiden jeweils die regionalen IG Metall-Tarifkommissionen, ob sie das Ergebnis annehmen.

Was bededutet Friedenspflicht?

Solange Tarifverträge laufen, gilt die Friedenspflicht. Das heißt: So lange sind keine Arbeitskämpfe, also Streiks und Warnstreiks, erlaubt.

Die IG Metall kann erst zu Warnstreiks aufrufen, wenn der Tarifvertrag endet. Das passiert in der Regel dadurch, weil er gekündigt wurde, seine Frist abgelaufen ist oder auch, wenn ein Arbeitgeber aus dem Verband und der Tarifbindung austritt.

Für die Beschäftigten in der west- deutschen Metall- und Elektroindustrie gilt die Friedenspflicht allerdings danach noch vier Wochen weiter. Das hatten IG Metall und Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor mehr als 30 Jahren in einer "Schlichtungs- und Schiedsvereinbarung" festgelegt. Die längere Frist soll den Arbeitgebern die Chance geben, sich mit der Gewerkschaft ohne Arbeitskämpfe zu einigen.

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