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Leiharbeit: mehr Regulierung schützt Arbeitnehmer

Leiharbeit: Gesetzeslage

Mehr Regulierung schützt Arbeitnehmer

18.01.2010 Ι Der erste Teil der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Regierung war die Grundlage für die drastische Zunahme der Leiharbeit. Sogar Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat eine gesetzliche Korrektur angekündigt.

In der bisherigen Debatte wurde jedoch nicht klar, wie die Politik den Missbrauch von Leiharbeit stärker einschränken will. Wir haben Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, gefragt, wie genau das aussehen soll.

Wie muss die Gesetzeslage verändert werden, damit Leiharbeit nicht mehr so stark missbraucht werden kann?
Die aktuellen Berichte, zum Beispiel der Fall Schlecker, zeigen: Die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes hat dem Missbrauch von Leiharbeit Tür und Tor geöffnet. Dieser Spuk muss endlich beendet werden. Die Politik muss die Leiharbeit endlich wieder regulieren.

Was meint die IG Metall mit stärkerer Regulierung von Leiharbeit?

  • Erstens muss der Gleichbehandlungsgrundsatz ohne Ausnahmemöglichkeiten zu Lasten von Leiharbeitnehmern durchgesetzt werden.
  • Zweitens brauchen wir die Einführung einer arbeitsplatzbezogenen Höchstüberlassungsdauer.
  • Drittens: Die Dauer des Arbeitsverhältnisses muss die Dauer des Einsatzes beim Entleiher überschreiten (Synchronisationsverbot).
  • Viertens müssen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates im Entleihbetrieb gestärkt werden.
  • Fünftens sollten die Leiharbeitnehmer bei den Schwellenwerten des Betriebsverfassungsgesetzes berücksichtigt werden.
  • Und schließlich brauchen wir den Mindestlohn in der Leiharbeit, das heißt die Aufnahme der Leiharbeitsbranche ins Entsendegesetz.

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