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Foto: Mark Mühlhaus/attenzione

Kurswechsel: Gemeinsam für ein gutes Leben

Nachgefragt bei Betriebsrätinnen und Betriebsräten

22.06.2011 Ι Das marktradikale Wirtschaften der letzten Jahrzehnte hat uns an den Rand einer Katastrophe geführt. Und obwohl klar ist, dass es so nicht weiter gehen darf, wurden die Ursachen der Krise nicht aufgearbeitet. Die IG Metall strebt einen Kurswechsel an. Daher hat sie Betriebsrätinnen und Betriebsräte befragt, wie sie die Krise erfahren haben und was sich dringend ändern muss.

Die marktradikale Wirtschaftsweise der letzten Jahrzehnte hat sich auch als unfähig erwiesen, die vor uns liegenden sozialen und ökologischen Probleme in Angriff zu nehmen, Nachhaltigkeit zu ermöglichen und Demokratie zu sichern. Die IG Metall zieht die Konsequenz und macht sich für einen gesellschaftlichen Kurswechsel stark.

Betriebe unter Druck
Die Finanzmarktkrise wird zu Recht nur als Zuspitzung einer lange andauernden Entwicklung empfunden. Schon lange standen die meisten Betriebe unter dem Druck überhöhter Renditeerwartungen. Eine Restrukturierungsmaßnahme folgte auf die andere. Das alles wurde begleitet von ständigen Kämpfen um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Die IG Metall möchte verschiedene Aspekte eines gesellschaftlichen Kurswechsels beleuchten. Als erster Schritt wurde ein gutes Dutzend Betriebsrätinnen und Betriebsräte dazu befragt, wie sie die Krise erfahren haben und was sich ihrer Meinung nach dringend ändern muss. Die Ergebnisse sind in der Broschüre "Kurswechsel: Nachgefragt bei Betriebsrätinnen und Betriebsräten" zusammengefasst worden.

Befragt wurden:

  • Astrid Diebitsch, Betriebsratsvorsitzende bei Nokia Siemens Networks Berlin,
  • Udo Belz, Betriebsratsvorsitzender am Standort Mannheim-Käfertal, Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats und des Konzernbetriebsrats von Alstom
  • Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzern-Betriebsrates, Präsident des Welt- Konzernbetriebsrates der Volkswagen AG
  • Jürgen Hennemann, Betriebsratsvorsitzender seit 1990 bei FTE in Ebern
  • Michael Woitke, Betriebsratsvorsitzender bei Nordischer Maschinenbau Rud. Baader in Lübeck
  • Erich Klemm, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, Vorsitzender des World Employee Committees der Daimler AG
  • Birgit Steinborn, stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Siemens AG
  • Lothar Adler, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Siemens AG
  • Hans Kirchgässner, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei ZF
  • Alfred Holle, Mitglied des Betriebsrates bei Mercedes Benz in Kassel, Vorsitzender des IG Metall-Vertrauenskörpers, Mitglied im bezirklichen Vertrauensleute Ausschuss Frankfurt und im Zentralen Vertrauensleute Ausschuss beim Vorstand der I Metall
  • Thomas Schlenz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der ThyssenKrupp AG
  • Gaby Dorsten, Betriebsratsvorsitzende bei Pierburg
  • Hans-Detlef Scharbeutz, Betriebsratsvorsitzender Heidelberger Druckmaschinen AG
  • Jürgen Dömel, Konzernbetriebsratsvorsitzender der CarlZeiss Gruppe
  • Michael Breidbach, Europäischer Betriebsrat, Sprecher des europäischen Komitees für Sicherheit und Gesundheit, AcelorMittal Bremen
  • Ulrike Frey, Betriebsrätin bei Digel, Nagold


Mehr Mitbestimmung
Einig sind sich alle Befragten darin, dass wir in Deutschland mehr Mitbestimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten brauchen. Das gemeinsame Ziel lautet: Mehr Demokratie in der Wirtschaft. Die Gespräche belegen zugleich, wie stark ökologische Probleme heute die Betriebsräte bewegen: Ökologischer Industrieumbau, Mitbestimmung bei Produkten und Investitionen und "Besser statt billiger"-Strategien mit dem Ziel eines nachhaltigen Wirtschaftens.

Eine Gefahr, die ebenfalls nahezu jede und jeden berührt, ist die Verrohung der Arbeitsbedingungen durch unsichere Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere durch Leiharbeit. Aber auch der Leistungsdruck, der Alltagsstress und wachsende psychische Erkrankungen werden immer wieder angesprochen.

Auf einen Blick
Dies sind nur einige wenige Punkte aus der ganzen Bandbreite der Erfahrungen und Ideen, die in den Interviews zur Sprache kommen. Interessierte können sich hier die komplette Broschüre kostenlos herunterladen.

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Für alle Fragen rund um die Leiharbeit hat die IG Metall für Leiharbeitnehmer, die Mitglied sind, eine Hotline eingerichtet. Unter 0800 - 4463488 können sie sich kostenfrei beraten lassen.

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