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Berthold Huber: Kurswechsel für Deutschland - Lehren aus der Krise

Kurswechsel für Deutschland - Lehren aus der Krise

Was es mit der Wahrheitskommission auf sich hat

12.04.2010 Ι Wer über etwas redet, schreibt oder diskutiert, der sollte sich damit auskennen. Seit der Krise wurde viel darüber geredet und geschrieben was sich ändern muss - und was sich auf keinen Fall ändern darf. Diskutiert wurde weniger. Berthold Hubers Buch "Kurswechsel für Deutschland - Lehren aus der Krise" schafft eine Möglichkeit zur Debatte und versorgt mit den notwendigen Kenntnissen dafür. Damit sich jetzt wirklich was tut.

Berthold Huber ist seit 2007 Erster Vorsitzender der IG Metall. Gewerkschaftlich aktiv und damit auch gesellschaftlich gestaltend aktiv ist er aber schon seit er 1978 zum Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzenden bei der Firma gewählt wurde, in der er auch gelernt hatte. Mit seinem heute erscheinenden Buch "Kurswechsel für Deutschland - Die Lehren aus der Krise" möchte er nun die Debatte voranbringen, die ihm als Gewerkschafter und als Privatperson seit jeher am Herzen liegt: Die Debatte darüber, in welcher Gesellschaft die Menschen in Deutschland leben wollen. Und über den Weg dahin.

Kurswechsel - was ist damit gemeint?
Die neun Fachbeiträge von verschiedenen Wissenschaftlern und Politikern beleuchten Themen und Positionen, die den Leser anregen sollen, sich eine Meinung über die aktuelle Situation in Deutschland zu bilden. Dabei wird die Frage nach einer neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ebenso angesprochen, wie die Zukunft des Wohlfahrtsstaats und die viel zitierte gelebte Demokratie. Im Zentrum der Betrachtung steht dabei immer der Mensch, mit seinem steigenden Bedürfnis nach Sicherheit .
Berthold Huber analysiert in seinem Beitrag grundsätzlich und auch im Detail, wie er die Lage von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie einschätzt. Und er schreibt darüber, was für ihn persönlich einen Kurswechsel ausmacht.

Lehren aus der Krise - schon wieder?
Im Buch werden konkrete Vorschläge dazu unterbreitet, wie eine erneute Krise verhindert werden kann. Die Autoren erläutern, wie Wirtschaft und Gesellschaft sich beeinflussen und warum das Fundament unseres Staates noch immer eine funktionierende Wohlfahrtsgesellschaft ist. Schließlich wird deutlich, welche Rolle die Demokratie für den Einzelnen auf den unterschiedlichen Ebenen von Politik, Gesellschaft und Betrieb spielt. Das Buch enthält Beiträge von Martin Baethge, Colin Crouch, Erhard Eppler, Stephan Lessenich, Burkhart Lutz, Günther Schmid, Michael Schumann und Günter Verheugen.



Huber stellt auch Fragen nach der Aufarbeitung der Krise: Wer ist dafür verantwortlich? Dieser Frage werde bisher systematisch aus dem Weg gegangen, erklärte Huber im Stern-Interview vom 9. April 2010. Sein Vorschlag einer "Wahrheitskommission" hat zu einem großen Medienecho geführt. Eine solche Kommission könne die absolut notwendige Debatte organisieren, um die Krise aufzuarbeiten. Es gehe ihm dabei aber nicht um die Verantwortung einzelner Personen, sondern um die der Institutionen und das dahinter stehende Denken. Ziel sei nicht die Bestrafung, sondern die Weiterentwicklung der Gesellschaft in diesem Sinn: durch einen kollektiven Lernprozess könnte mehr gemeinsames Wissen, mehr Orientierung, mehr Vertrauen und vielleicht auch eine andere Vorstellung entstehen - vom Wirtschaften, von Wissenschaft und von der Politik.

Industriegesellschaft - auch in Zukunft?
Die deutsche Industrie hat eine Zukunft. Und das ist kein gewerkschaftlicher Allgemeinplatz. Sie muss nur ökologisch und nachhaltig ausgerichtet werden. Die Ansätze dafür liefert Hubers Beitrag ebenfalls.

Das Buch "Kurswechsel für Deutschland - Die Lehren aus der Krise" ist ab dem 12. April 2010 im Buchhandel erhältlich.

Berthold Huber (Hg.)
Kurswechsel für Deutschland
Die Lehren aus der Krise
2010, geb., 255 Seiten;
D 24,90 € / A 25,60 € / CH 42,90 Fr.
ISBN 978-3-593-39104-5

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Berthold Huber

Berthold Huber ist seit 2007 Erster Vorsitzender der IG Metall.

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