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Gefahrstoffschutzpreis 2010 für Kühlschmierstoffliste. Foto: Stiftung Institut für Werkstofftechnik, Bremen

Kühlschmierstoffliste mit Gefahrstoffschutzpreis 2010 honoriert

"Tatort Betrieb" als Erfolgsstory gewürdigt

06.10.2010 Ι Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat die "Stoffliste Kühlschmierstoffe" mit dem 8. Deutschen Gefahrstoffschutzpreis ausgezeichnet. Der Erfolg der Komponentenliste sei untrennbar mit der baden-württembergischen Erfolgsstory "Tatort Betrieb" verbunden, erklärte Michael Presser. Der MTU-Betriebsrat aus Friedrichshafen nahm den Preis für die IG Metall entgegen.

Ausgelöst mit ihrer Kampagne "Tatort Betrieb" hatte die IG Metall zusammen mit dem Verbraucherkreis Industrieschmierstoffe (VKIS) und dem Verband Schmierstoffindustrie (VSI) die "Stoffliste Kühlschmierstoffe" entwickelt. Am 4. Oktober überreichte Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesarbeitsministerium (BMAS) in Dortmund den mit 5000 Euro dotierten Preis. Der Preis wurde im Rahmen der Tagung "Gefahrstoffe 2010" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verliehen.

Monika Lersmacher von der IG Metall Baden-Württemberg zeigte sich erfreut über die Auszeichnung: "Das ist eine besondere Anerkennung für unsere langjährige und erfolgreiche Arbeit." Es sei ein "gelungenes Beispiel einer verantwortungsvollen Sozialpartnerschaft". Allerdings sieht Lersmacher noch immer einen großen Aufklärungsbedarf rund um den sicheren Umgang mit Kühlschmierstoffen in den Betrieben der Metall- und Elektrobranche.

"Tatort Betrieb" ermöglichte die Stoffliste Kühlschmierstoffe
1989 hatte die IG Metall Baden-Württemberg bereits auf die Probleme hingewiesen, mit denen Beschäftigte zu kämpfen haben, wenn sie Kühlschmiermittel einsetzen. Unter dem Titel "Giftcocktail Kühlschmierstoffe" startete die IG Metall eine Aktion im Rahmen ihrer Kampagne "Tatort Betrieb". "Die Klagen über gesundheitliche Beschwerden, Hauterkrankungen und Atembeschwerden waren schon damals unüberhörbar", bescheinigte Michael Presser, MTU-Betriebsrat in Friedrichshafen, bei der Preisverleihung. In Folge setzten sich damals erstmals Vertreter der Berufsgenossenschaften, des Gewerbeaufsichtsamtes, Arbeitsschutzexperten der Gewerkschaften und Vertreter der Schmierstoffindustrie in der Bezirksleitung der IG Metall an einen Tisch. Das war die Geburtsstunde der Stoffliste Kühlschmierstoffe.

Gefahrstoffschutzpreis honoriert Aktivitäten zum Schutz vor Gefahrstoffen
Der Deutsche Gefahrstoffschutzpreis wird alle zwei Jahre vom BMAS ausgelobt und von der BAuA organisatorisch begleitet. Er honoriert vorbildliche und wegweisende Aktivitäten zum Schutz vor Gefahrstoffen.

Bei ihrer Auszeichnung der Stoffliste war die unabhängige Jury überzeugt: Diese Liste liefere wichtige Informationen, durch die die hohen Anforderungen an das Sicherheitsmanagement bei Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen erfüllt werden können. Insbesondere Beschäftigte der metallverarbeitenden Industrie würden so besser geschützt.

Jährlich setzen Betriebe hierzulande mehrere 10 000 Tonnen Kühlschmierstoffe beim Trennen oder Umformen von Werkstücken ein. Die darin enthalten Zusätze sowie der Befall durch Bakterien oder Pilze können Beschäftigte und die Umwelt gefährden.

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