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Krankenversicherung

"Die einseitige Belastung der Versicherten ist ungerecht"

28.11.2017 Ι Seit der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 7,3 Prozent eingefroren wurde, müssen allein die Versicherten für steigende Gesundheitsausgaben aufkommen. Die Arbeitgeber müssen sich endlich wieder zur Hälfte an den Beiträgen beteiligen, fordert Hans-Jürgen Urban.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen einseitig Zusatzbeiträge zahlen. Die Arbeitgeber nicht. Warum behaupten sie trotzdem, dass sie mehr zahlen?

Hans-Jürgen Urban: Arbeitgeberlobbyisten rechnen irreführend: Sie beziehen einfach die Lohnfortzahlung bei Krankheit oder ihre Kosten für die Unfallversicherung mit ein. Mit solidarischer Finanzierung des Sozialstaats - also der Parität - hat das aber nichts zu tun. Bei Krankheit geht es um die Pflicht zur Entgeltfortzahlung und bei der Unfallversicherung um die Haftung bei Arbeitsunfällen.


Parität - ein Thema für die nächste Regierung?

Ja, das muss auf die Tagesordnung. Die einseitige Belastung der Versicherten ist ungerecht und gehört abgeschafft! Dieser Einsicht sollte sich auch die künftige Regierung nicht verweigern.


2018 wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen sinken, von 1,1 auf 1,0 Prozent.

Die Minisenkung bringt den Versicherten keine wirkliche Atempause. Es bleibt eine Belastung von bis zu 531 Euro im Jahr - je nach Einkommen. Die gute Finanzlage der Krankenkassen darf nicht als Entwarnung gewertet werden: Die Gesellschaft altert, Hightech-Medizin wird kostspieliger. Das lässt die Zusatzbeiträge steigen.


Hans-Jürgen Urban ist als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall für Sozialpolitik zuständig.

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Werner Bachmeier
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