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König & Bauer: IG Metall-Mitglieder beenden Arbeitskampf. Foto: Volker Beck

Koenig & Bauer: IG Metall-Mitglieder beenden Arbeitskampf

Verhandlungsergebnis mit Mehrheit angenommen

17.06.2011 Ι Die IG Metall-Mitglieder unter den Beschäftigten des Druckmaschinenherstellers Koenig und Bauer (KBA) in Frankenthal haben gestern über die Annahme des Verhandlungsergebnis abgestimmt. Heute um Mitternacht endet der Streik.

Gestern waren die bei KBA-Frankenthal beschäftigten IG Metall-Mitglieder dazu aufgerufen, über das am Mittwoch vorgestellte Verhandlungsergebnis abzustimmen. Heute morgen um 9 Uhr wurden die Stimmen ausgezählt.
 
Die Auszählung erbrachte folgendes Ergebnis:
61 Prozent stimmten für das Ergebnis
35 Prozent stimmten dagegen
4 Prozent der Stimmen waren ungültig
 
Damit ist das in der sechsten Verhandlungsrunde erzielte Ergebnis ist mit großer Mehrheit angenommen worden. Der Streik endet um Mitternacht. Damit die Zustimmung erfolgen konnte, mussten mindestens 25 Prozent aller Stimmberechtigten zustimmen.
 
"Das Ergebnis der Ur-Abstimmung spiegelt die Stimmung der Belegschaft. Es ist, wie das Ergebnis der Verhandlungen, ein guter Kompromiss, mit dem der Standort Frankenthal eine Zukunft hat", so Günter Hoetzl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Frankenthal. "Die vergangenen sechs Wochen haben gezeigt, dass man vieles erreichen kann, wenn man zusammen hält und solidarisch für die Interessen der Beschäftigten kämpft", so Günter Hoetzl weiter.

Einigung auf Ergänzungstarifvertrag
In der sechsten Verhandlungsrunde in der Nacht zum Mittwoch einigten sich die Tarifparteien auf einen sogenannten Ergänzungstarifvertrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung für die nächsten fünf Jahre. Darin verpflichten sich der Arbeitgeber und die IG Metall ein tragfähiges und nachhaltiges Standortkonzept unter besonderer Berücksichtigung der Mitarbeiter- und Qualifikationsstrukturen zu entwickeln, den Standort in veränderter Form fortzuführen und damit zugleich in maßgeblichem Umfang bestehende Arbeitsplätze zu sichern.

"Es besteht Übereinstimmung darin, die gesellschafts- und arbeitsrechtlichen, sowie die zeitlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Zukunftsfähigkeit der Beschäftigung und des Standortes zu ermöglichen", heißt es. Die Tarifvertragsparteien sind vor diesem Hintergrund entschlossen, gemeinsam besondere Anstrengungen zu unternehmen, um dem Standort eine nachhaltige Perspektive zu verschaffen und damit Arbeitsplätze zu sichern.

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