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Köln stellt sich quer: Über 1000 Menschen protestieren gegen Rechts. Illustration: koeln-bonn.dgb.de

Köln stellt sich quer: Über 1000 Menschen protestieren gegen Rechts

Kölner Bürger wehren sich gegen Nazi-Aufmarsch

10.05.2011 Ι In Köln haben am Samstag über 1000 Menschen gegen einen Nazi-Aufmarsch demonstriert. Zu diesem Aufmarsch hatte die rechtsextreme Organisation "Pro Köln" aufgerufen. Dagegen protestierte das Bündnis "Köln stellt sich quer", dem auch die IG Metall angehört.

"Wir sind nicht alle gleich, wir wollen verschieden sein", betonte der DGB-Vorsitzende von NRW Andreas Meyer-Lauber auf der Gegenkundgebung an die Adresse der Nazis. "Wir protestieren dagegen, dass ihr uns weismachen wollt, dass es nur zwei Sorten von Menschen gibt - die einen, die zur sogenannten Volksgemeinschaft gehören, und die anderen, die die Feinde sind", erklärte der Gewerkschafter weiter. 

Motto und Zeitpunkt sind eine Provokation
Unter dem Motto "Marsch für die Freiheit" hatte die rechtsextreme Organisation "Pro Köln" 2500 Demonstranten für die Kölner Innenstadt angemeldet. Am Ende zogen jedoch nur 200 Neonazis über die Deutzer Brücke in die Innenstadt. Ihnen standen rund 1000 Gegendemonstranten gegenüber.

Der Kölner DGB-Vorsitzende Andreas Kossiski bezeichnete das Motto als eine Provokation. Unter Freiheit verstünden die Marschierer Diskriminierung und rassistische Hetze. Eine Provokation sei auch der Zeitpunkt des Marsches am Vortag des 8. Mai, des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Eine Provokation war auch der Startpunkt des Marsches: Von Deutz aus sind während der Nazi-Diktatur die Juden deportiert worden.

Friedliches Zeichen gegen Rechts
Oberbürgermeister Jürgen Roters rief die Kölnerinnen und Kölner dazu auf, gegen den Marsch der Rechten ein friedliches Zeichen zu setzen. Zur Gegenkundgebung hatte das Bündnis "Köln stellt sich quer" aufgerufen. In diesem Bündnis engagieren sich junge und ältere Menschen aus Betrieben, Schulen, Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden und den demokratischen Parteien für die Grundrechte unserer Gesellschaft. Am Samstag, den 7. Mai, zeigten sie demonstrativ Flagge "für ein friedliches, tolerantes Miteinander und gegen jede Form kultureller und religiöser Ausgrenzung".

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