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Nikolausaktion der IG Metall-Jugend

"Nicht mehr feierlich: unser Bildungsnotstand!"

10.12.2013 Ι Hunderte Jugendliche machten am Samstag bundesweit auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam. Im Rahmen der Kampagne "Revolution Bildung" kaperten sie Weihnachtsmärkte und öffentliche Plätze.

Den rund 80 jungen Aktiven des IG Metall-Bezirks Mitte galt alle Aufmerksamkeit. Zwischen den Buden mit Glühwein, Süßigkeiten und Handwerkskunst waren ihre neonfarbenen Westen, Nikolausmützen, Morphsuits und Transparente nicht zu übersehen. Viele Besucher des Frankfurter Weihnachtsmarktes blieben verdutzt stehen und blickten dem Trupp hinterher. Mitten im Getümmel, wo sich die Gassen "Neue Kräme" und "Liebfrauenberg" kreuzen, kam der Tross dann zum Stehen. Über Lautsprecher prangerten die Jugendlichen Missstände im Bildungssystem an - frei nach dem Motto "Nicht mehr feierlich: unser Bildungsnotstand!"

 

Rund 80 Jugendliche kaperten am Samstag für die "Revolution Bildung" den Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main. "Nicht mehr feierlich: unser Bildungsnotstand!", lautete das Motto der bunten und lautstarken Aktion.

 

Im Auftrag der "Revolution Bildung" kaperten am Samstag junge IG Metaller bundesweit Weihnachtsmärkte und Fußgängerzonen. Auf über 70 öffentlichen Plätzen beteiligten sich hunderte Jugendliche. Mit teils originellen Aktionen machten sie auf die Forderungen der Kampagne der IG Metall Jugend aufmerksam: Gute Bildung braucht mehr Zeit, Geld und Qualität und muss frei zugänglich sein. Darüber kamen sie auch mit Passanten ins Gespräch, verteilten Flugblätter und Quiz-Kekse und riefen dazu auf, das Bildungsmanifest (verlinken) der seit März laufenden Kampagne zu unterzeichnen.

 

Bildung - ein Menschenrecht

"Bildung dient heute maßgeblich dazu, der Wirtschaft schnell neues Humankapital zu liefern. Und das möglichst günstig", kritisierte beispielsweise Daniel Braun über Lautsprecher auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main. "Für uns ist Bildung keine Ware, sie ist ein Menschenrecht", stellte er klar. Bildung befähige die Menschen dazu, Dinge kritisch zu hinterfragen und die Welt zu verstehen und zu gestalten. "Sie ist die Grundlage für gelebte Demokratie und Solidarität", sagte er. Die Kampagne hat unter anderem dem Schmalspur-Trend im Bildungswesen den Kampf angesagt.

Bei den Passanten der Stuttgarter Königsstraße warben rund 40 Jugendliche um Unterstützung für ein besseres Bildungssystem. Sie sammelten Unterschriften auf einem riesigen Bildungsmanifest, diskutierten mit den Menschen über die Situation an den Berufsschulen und verteilten Quiz-Kekse. "Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub?", lautete eine Frage. Die Antwort ließ sich über einen QR-Code herausfinden.

 

Seit Kurzem gibt es auf der Internet-Seite der Revolution Bildung auch das Weihnachtsvideo "Ihr Kinderlein kommet": Zehn Babys tollen umher, die neunjährige Tamaya singt dazu einen bekannten Abzählreim - und plötzlich ist ein Baby weg. Nach und nach zeigt der Clip die harte Realität unseres selektiven Bildungswesens. "Hier werden Menschen aussortiert, weil sie bestimmten Normen nicht entsprechen", sagt Bundesjugendsekretär Eric Leiderer. Für die IG Metall ist Bildung Persönlichkeitsentwicklung. Bildung muss zu Selbstbestimmung befähigen, zu Mitbestimmung und zu Solidarität.

 

 

Mehr zu den Aktionen vom Samstag in Kürze auf www.revolutionbildung.de

Links und Zusatzinformationen
Revolution Bildung