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Jugendaktionstag 2014: Rückblick und Eindrücke

Jugendaktionstag 2014: Rückblick und Eindrücke

"Es war einfach nur genial!"

28.09.2014 Ι 20 000 junge Metallerinnen und Metaller haben am Samstag im Namen der "Revolution Bildung" ein Zeichen gesetzt. Unter dem Motto "Bildung. Macht. Zukunft" zogen sie durch die Straßen von Köln, demonstrierten, feierten und waren vor allem eines: gut drauf.

Als die 20 000 jungen Metallerinnen und Metaller ihre Bilder auf der Großleinwand sehen, donnert Jubel durch die Lanxess-Arena. Anderthalb Minuten berichtet die Tagesschau über den Jugendaktionstag der IG Metall in Köln. Das war gestern, aber der Tag in Köln wirkt nach: "Echt krasse Erfahrung" - sagt Lukas auf #koeln14. Und Benjamin, der nach 36 Stunden wieder zu Hause war, fand es "einfach nur genial".

 

Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall (Mitte), und junge Demonstranten in Köln

 

Aufstehen statt sitzenbleiben

Es waren vor allem Auszubildende, junge Beschäftigte und Studierende, die mit rund 500 Bussen von überall aus Deutschland nach Köln kamen. Die teils stundenlangen Fahrten hatten sich gelohnt. Der Jugendaktionstag wurde nicht nur zu einer Riesenparty. Auch die Botschaft der jungen Metallerinnen und Metaller - Mehr Zeit und Geld für Bildung - kam an. Im Namen der "Revolution Bildung" zogen sie demonstrierend durch die Straßen von Köln für eine Revolution bei der Bildung. Sie forderten eine gerechte Reform des BAföG sowie eine neue Bildungsteilzeit.


Denn in vielen Unternehmen ist Weiterbildung und Qualifizierung eher die Ausnahme. Und das obwohl die meisten Beschäftigten es wichtig finden, sich im Beruf fortzubilden. Sieben von zehn jungen Arbeitnehmern sagten 2013 bei der großen Beschäftigtenumfrage der IG Metall an, dass sie sich für ihre Arbeit sogar weiterbilden müssten, damit sie ihren Job gut machen können.

 

 

 


Freie Entfaltung der Persönlichkeit

Bildung - das sollte auch nach dem Schul- und Studienabschluss nicht vorbei sein. Es muss auch im Arbeitsleben dazu gehören. Eine gute Bildung bedeutet jedoch auch eine freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie Chancengleichheit. Doch das ist hierzulande immer noch nicht selbstverständlich. Noch immer spielt der Geldbeutel der Eltern eine große Rolle, wenn es um die Bildungschancen geht.

Umso wichtiger ist es, dass die Chancen sich ein Leben lang weiterzubilden, verbessert werden. Zurzeit wird bei der IG Metall über einen Tarifvertrag für eine neue Bildungsteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie diskutiert. In der nächsten Metall-Tarifrunde will die Gewerkschaft durchsetzen, dass die Beschäftigten Ansprüche auf Zeit und Geld für ihre ganz persönliche berufliche Entwicklung bekommen.Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall, appellierte an Politik und Arbeitgeber, Bildung als Investition in die Zukunft anzugehen: "Es müssen alle Qualifikationsstufen vorbereitet werden, auf die großen Umbrüche, die in unserer Gesellschaft stattfinden werden."

Der Jugendaktionstag war am Vormittag des 27. September mit zwei Kundgebungen am Hans-Böckler-Platz und am Heumarkt in Köln gestartet. Von dort aus zogen die Demonstranten zur Hauptkundgebung am Neumarkt. Dort sprachen der Erste Vorsitzende der IG Metall Detlef Wetzel und Christiane Benner, das für Jugend zuständige geschäftsführende Vorstandsmitglied und der Bundesjugendsekretär Eric Leiderer. Die Hip-Hopper Flowin Immo und Alberto moderierten und heizten den 20 000 ein. Vom Neumarkt ging es dann durch die Stadt und über den Rhein zum Festival in der Lanxess-Arena, mit den Bands Iries Révoltés, Bosse und Marteria.

Wer nicht teilnehmen konnte, kann hier noch mal nachlesen, was beim Jugendaktionstag und dem Festival in der Lanxess-Arena los war - unter dem Hashtag #koeln14.

Links und Zusatzinformationen
Revolution Bildung: Kampagnenchronik
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