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IG Metall-Aktionstag: Countdown läuft

Über 15000 unterwegs zum Jugend-Aktionstag in Köln

01.10.2011 Ι Heute steigt der große Jugend-Aktionstag der IG Metall in Köln. Die Busse sind unterwegs und es ist klar: Deutlich mehr als die bisher erwarteten 15 000 jungen Metallerinnen und Metaller werden in der Rhein-Metropole für Zukunft und Perspektiven und für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung demonstrieren.

Noch wenige Stunden bis zum Jugend-Aktionstag der IG Metall in Köln. In rund 350 Bussen von der Ostsee bis zum Bodensee kommen tausende junge Metallerinnen und Metaller heute Mittag an mehreren Treffpunkten an, wo Auftaktaktionen der IG Metall-Bezirke steigen. Dann geht's zur Kundgebung am Neumarkt.
Und eines zeichnet sich jetzt schon ab: Es werden wohl deutlich mehr als die zuletzt erwarteten 15 000 dabei sein. 

Demozug und Festival
Ab 13:30 Uhr laufen am Neumarkt dann Performances mit Spontan-Rap und Beatbox von Borke und Pheel, Boxhandschuhen, jungen IG Metall-Aktiven und dem Zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel. Die IG Metall enthüllt ihre Charta für die junge Generation - Bildungschancen für alle, die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben, Arbeit - sicher und fair.

Dann startet gegen 15 Uhr der Demozug durch die Innenstadt mit Trommelcombo und fetten Beats aus Lautsprecher-Trucks hin zum Festival in der Kölner Lanxess Arena. Dort spielen zum Abschluss mehrere Bands: Dolly Gun, Mono und Nikitaman, Jennifer Rostock, Revolverheld und Culcha Candela. Comedy-Star Carolin Kebekus moderiert. Auf Screens und Videowürfeln laufen Videos und Bilder des Tages.

Für die unbefristete Übernahme
Im Zentrum des Jugend-Aktionstags steht die Forderung der IG Metall Jugend nach der unbefristeten Übernahme für Auslerner nach der Ausbildung. Die Übernahme in einen festen, fairen Job im erlernten Beruf ist die Grundlage für eine gute Arbeit und ein gutes Leben. Die Realität in Deutschland sieht derzeit anders aus: Nur knapp die Hälfte der Azubis in Deutschland wird nach der Ausbildung übernommen - in der Regel nur befristet. Das Resultat: 40 Prozent der unter 25-Jährigen hängen in Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs. Fast ein Drittel der unter 35-Jährigen hatte noch nie einen festen Job.

Die IG Metall Jugend will die unbefristete Übernahme in Tarifverträgen festschreiben und in den im Frühjahr anstehenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie durchsetzen. Doch die Arbeitgeber mauern bislang und erteilten in ersten Vorgesprächen der IG Metall eine Absage. Ihr Vorwurf: die unbefristete Übernahme sei "Verbeamtung".

Gegegn Prekarisierung
Völliger Humbug, findet die IG Metall Jugend. "Wenn feste, unbefristete Arbeit pauschal als 'Verbeamtung' abgetan - und fest Beschäftigten damit generell Faulheit unterstellt wird, ist klar wohin die Arbeitgeber wollen: Befristungen und Leiharbeit sollen zum Normalfall werden", kritisiert Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall. "Wenn es heute in Deutschland schon soweit ist, dass nur noch Beamte berufliche Sicherheit genießen, dann muss sich gewaltig was ändern, gerade für die Jungen. Deshalb kämpfen wir für die unbefristete Übernahme."

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