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Beruf und Einstieg: In Metallberufen werden Fachleute gesucht

Arbeit, die zu mir passt

30.11.2010 Ι Immer mehr Firmen schlagen Alarm, weil sie Fachleute, die sie brauchen, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr finden. Gibt es den Fachkräftemangel tatsächlich? Wenn ja, in welchen Berufen? Die IG Metall sagt, was junge Menschen tun können, um ihre beruflichen Chancen zu verbessern und wo sie Zuschüsse bekommen.

In einigen Regionen gibt es große Engpässe, zum Beispiel in Bayern und Baden-Württemberg. Betroffen sind eine ganze Reihe von Berufen. Wie die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zeigen, handelt es sich vor allem um solche Stellen, die in der Metall- und Stahlindustrie sowie im Handwerk nachgefragt werden.

Gesucht werden Elektriker, Schlosser, Installateure, Mechaniker, Dreher, Fräser, Polierer, Schweißer, Monteure und Warenprüfer. Außerdem Bürofachkräfte und Techniker. Und vor allem Elektro-, Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure.

Stellen und Menschen kommen nicht zusammen
Dass die Arbeitsagenturen für diese Berufe viele offene Stellen im Angebot haben, bedeutet aber nicht, dass es keine Fachleute gibt. Im Oktober waren zum Beispiel bundesweit rund 24 670 Ingenieure arbeitslos gemeldet. Und den 23 540 offenen Stellen für Elektriker standen fast 30 200 Arbeitslose gegenüber. Aber aus unterschiedlichen Gründen kommen die Stellen und Menschen nicht zusammen.

Was Firmen suchen, ist die eine Sache, was zu den Menschen, die Arbeit suchen, passt, eine andere. Es gibt rund 350 anerkannte Ausbildungsberufe. Ein bei Jugendlichen beliebter Beruf, der auch Zukunft hat, ist zum Beispiel der Mechatroniker. Ab August kommenden Jahres stehen Jugendlichen zwei neue technische Konstruktionsberufe im Maschinen-, Anlagen- und Stahlbau sowie im Produktdesign offen.

Wer noch nicht weiß, was für ihn das Richtige ist, dem kann der Jobnavigator helfen, den die IG Metall entwickelt hat.

Geld von der Agentur
Wer ein Arbeitsverhältnis hat und trotzdem einen Berufsabschluss erwerben oder sich weiterqualifizieren will, kann unter Umständen Geld von der Arbeitsagentur erhalten. Zum Beispiel nach dem WeGebAU- Programm. Es fördert ungelernte Arbeitnehmer, Ältere und seit einigen Jahren auch andere Arbeitnehmer, wenn ihre Berufsausbildung oder letzte Weiterbildung länger als vier Jahre her ist. Voraussetzung: Ihre Arbeitgeber stellen sie von der Arbeit frei und bezahlen den Lohn weiter.

Auch für Fachkräfte, die sich beruflich verbessern wollen, gibt es eine spezielle Förderung. Sie ist unter dem Schlagwort "Meister- Bafög" bekannt, aber nicht nur für angehende Meister gedacht.

Links, die weiterhelfen
Hier gibt es Infos über Berufe, Weiterbildungsangebote und Zuschüsse.

Links und Zusatzinformationen
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Von Altenpfleger/in bis Zweiradmecha- niker/in - "beroobi" begleitet junge Profis in Berufswelten mit Zukunft.

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