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Aufstiegsfortbildung: Kombination aus Theorie und Praxis

Der Weg zum "Wirt"

07.01.2011 Ι Wer eine Berufsausbildung gemacht hat und sich noch einmal gezielt weiterbilden will, der sollte sich über die Aufstiegsfortbildungen informieren. Damit erreicht man eine gute Kombination aus Theorie und Praxiserfahrung.
Sich weiterentwickeln und sich neue Ziele setzen, das wollte Sabine Stoiber. Mit Mitte dreißig beschloss sie, noch einmal richtig Gas zu geben und sich auf die Prüfung zur Betriebswirtin vorzubereiten. Nach zweieinhalb Jahren Fortbildungen steht die gelernte Kauffrau im Holzeinzelhandel nun kurz vor dem Ziel: Der Abschluss wird "Betriebswirtin" heißen.

Für diese hochwertigen Weiterbildungen macht sich die IG Metall stark. Viele Lehrpläne und Prüfverfahren hat sie mitentwickelt. Geprüft werden die Teilnehmer von den Industrie- und Handelskammern. Egal, wo man die Lehrgänge besucht, die bundesweit einheitliche Prüfungsordnung sorgt für die gleichen Prüfinhalte sowie eine gleiche Qualität.

Foto: Panthermedia.net

Für wen ist das was?
Aufstiegsfortbildungen sind eine gute Möglichkeit für alle, die nach einer Ausbildung eine weitere Berufsbezeichnung anstreben und "aufsteigen wollen. Das gilt für Industriekaufleute und Bürokaufleute gleichermaßen wie für Tischler und technische Berufe (siehe Grafik). Es gibt keine besonderen Voraussetzungen außer eine abgeschlossene Berufsausbildung. Berufserfahrung ist aber von Vorteil.

Metaller Reinhard Böckl, Experte zum Thema, betont das als großen Vorteil: "Die Teilnehmer vonAufstiegsfortbildungen können hervorragend ihre Berufsausbildung und ihre Berufspraxis mit anspruchsvollem neuen Wissen verknüpfen. Damit sind sie für Führungsaufgaben im Unternehmen geradzu prädestiniert, weil sie die Kultur und die Prozesse im Unternehmen kennen." Auch Sabine Stoiber wird ihre neuen Kenntnisse im Unternehmen einbringen: Ihr Arbeitgeber unterstützt ihreWeiterbildung.



Mehr lernen und Vorbild sein

Sabine Stoiber. Foto: privatSabine Stoiber erzählt, warum sie eine Aufstiegsfortbildung zur Betriebswirtin macht.

Was hat Dich an der Weiterbildung gereizt?
Ich bin seit zwanzig Jahren im Job und meine Kinder sind aus dem Gröbsten raus. Ich Beruf war ich "ausgelernt", ich hatte den Ehrgeiz, noch mehr zu erreichen, vielleicht auch finanziell.

Was wird sich ändern, wenn Du den Betriebswirt-Abschluss in der Tasche hast?
Ich hoffe, dass ich damit meine Position in der Firma stärken und auf lange Sicht ausbauen kann. Außerdem bin dabei, mir ein zweites Standbein aufzubauen: als Dozentin für Finanzierung und Personal.

Welche Eigenschaften braucht man, um eine so große Weiterbildung zu schaffen?
Man muss das Ziel vor Augen haben, es also wirklich erreichen wollen. Dazu braucht man Fleiß und Durchhaltevermögen, denn geschenkt wird einem nichts. Und der Rückhalt der Familie ist wichtig. Aber gerade für sie will ich auch ein Vorbild sein. Meine Kinder sollen merken, dass Weiterkommen zufrieden macht.
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