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Jugend-Aktion zum IG Metall-Kurswechselkongress

"Aktionsrepublik NEUstaat"

07.12.2012 Ι Die Junge Generation ist das Opfer von Krise und Sparpolitik. In einigen europäischen Staaten liegt die Jugendarbeitslosigkeit bereits über 50 Prozent. Dagegen protestiert die IG Metall Jugend mit einer Aktion anlässlich des IG Metall-Kurswechselkongresses in Berlin. Symbolisch rufen sie ihren eigenen neuen Staat aus: die "Aktionsrepublik NEUstaat".

"Hoch lebe Europas Jugend! Hoch lebe die Neue Europäische Union!", rufen die rund hundert jungen Aktiven, die sich zur Ausrufung der "Aktionsrepublik NEUstaat" am Berliner Congress Center versammelt haben. Sie trage blaue, hautenge Ganzkörperanzüge, sogenannte "Morphsuites". Ebenso wie die drei Aktivisten, die am Donnerstag einen neuen, eigenen Staat der europäischen Jugend ausgerufen haben: Die "Neue Europäische Union - Aktionsrepublik NEUstaat".

Gutes Leben  und soziale Werte als Verfassungsgrundlage
Zuvor waren die jungen Aktiven über den Alexanderplatz zum Berliner Congress Center marschiert, wo der Kurswechsel-Kongress der IG Metall mit über 800 internationalen Gästen tagt. Sie schwenkten die blauen NEUstaat-Fahnen. Zahlreiche Teilnehmer des Kongresses und Passanten haben sich dem NEUstaat-Komitee angeschlossen. Vor dem Kongressgebäude hebt sich ein Balkon nach oben. Drei Aktivisten in blauen Morphsuites riefen dort am 6. Dezember 2012 den NEUstaat aus - ein eigener Staat der Jugend Europas. Die Jugendlichen verlesen die Verfassung: faires Einkommen, sichere Arbeit, hochwertige Bildung, umfassende Mitbestimmung, soziale Absicherung - und ganz oben in Artikel 1: das Recht auf ein gutes Leben.


"Uns stört einfach das ganze System. Es ist kaputt. Eigentlich sollte es den Menschen zugutekommen, aber das tut es nicht mehr", erklärt einer der Jugendlichen. "Wir finden es sinnvoller, einfach neu anzufangen, Werte neu zu beleben und uns für die Interessen und die Mitbestimmung der Jugend einzusetzen. Deshalb brauchen wir den NEUstaat." Anschließend hissten die jungen Metallerinnen und Metall die NEUstaat-Flaggen und sangen die NEUstaat-Hymne.

Die jungen Aktivisten haben sich zudem überlegt, wie sich die neue Staatsform der Aktionsrepublik NEUstaat darstellen sollte: Als eine "temporäre, liquide Form", die sich "nicht entlang territorialer Grenzen", sondern "entlang politischer Werte" definiert. Alle Staatsmacht geht von der Jugend aus. Zudem soll die Aktionsrepublik ein offenes Einwanderungsland sein, also jeder kann NEUstaat-Bürger werden.


 

Neubürger sind willkommen

Der sogenannter "Einbürgerungsstand" auf dem Platz vergibt NEUstaat-Ausweise. Als ersten NEUstaat-Bürger begrüßt die Aktionsrepublik IG Metall-Bundesjugendsekretär Eric Leiderer und den Zweiten Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel.


"Wir mussten uns direkt einbürgern lassen", erklärt Leiderer. "Das hat es bisher nicht gegeben. Wir halten die NEUstaatgründung für den richtigen Weg in ein besseres Europa."

Offizieller Gründer des NEUstaates ist die Jugend Europas. Idee und Organisation: Die IG Metall Jugend.

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