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ITK-Branche: Umsatzplus erwartet

ITK-Branche: Umsatzplus erwartet

ITK-Branche rechnet mit Umsatzplus

02.12.2010 Ι Die Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation rechnen im kommenden Jahr mit einem Umsatzplus. Dafür sind vor allem zahlreiche Innovationen verantwortlich. Und damit die auch weiterhin möglich sind braucht es gute Tarifverträge.

Mit einem Umsatzplus von zwei Prozent rechnet der Branchenverband Bitkom für den deutschen Markt der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) im kommenden Jahr. Zahlreiche Innovationen sorgten für eine steigende Nachfrage, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Vor allem die Umsätze bei der Informationstechnik zögen weiter an. Erstmals nach langer Zeit zeige sich dabei die IT-Hardware (PCs, Note- und Netbooks, Smartphones) wieder als Treiber. Auch der Markt für Software und IT-Services (Outsourcing, IT-Beratung, Wartung) lege wieder zu. Dagegen würden sich die Umsätze im Bereich Telekommunikation kaum verändern.



Mehr hoch qualifizierte Spezialisten
Das weitere Wachstum der Branche hängt nach Ansicht des Bitkom-Präsidenten entscheidend davon ab, dass mehr hoch qualifizierte Spezialisten beschäftigt werden. Der Arbeitgeberverband hat festgestellt, dass 62 Prozent der Software-Häuser und ITDienstleister neue Stellen schaffen wollen. Auch die Unternehmen in der Hardware-Industrie würden mehrheitlich die Zahl der Mitarbeiter erhöhen. Bitkom rechnet daher mit einem positiven Beschäftigungseffekt.

Tarifverträge im ITK-Sektor: Enorme Reichweite
Heute sind bereits in mehr als der Hälfte der relevanten ITK-Unternehmen in Deutschland tarifliche Vereinbarungen üblich. Dazu zählen unter anderem Unternehmen von Alcatel-Lucent, Flextronics, IBM, Infineon, Ericsson, Fujitsu, Motorola, T-Systems, Vodafone (inklusive Arcor), Wincor Nixdorf sowie die ehemaligen Siemens-Com-Bereiche NSN, SEN und SIS. Die meisten von ihnen orientieren sich am Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, den die IG Metall gegenüber dem zuständigen Arbeitgeberverband durchgesetzt hat.



Die bestehenden Tarifverträge wirken allerdings weit darüber hinaus. Denn auch für nicht tarifgebundene Unternehmen im ITK-Sektor ist der Flächentarifvertrag überwiegend ein wichtiger Bezugspunkt, um Gehälter festzulegen oder sonstige Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen zu regeln. Hinzu kommen Unternehmen aus anderen Sektoren, die sich für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den IT-Abteilungen an den Tarifverträgen in der ITK-Branche orientieren oder für die andere Branchentarifverträge gelten. Alles in allem dürften heute mehr als die Hälfte der rund 800 000 ITK-Beschäftigten von Tarifverträgen profitieren.

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