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Industriepolitik: nachhaltigen und ökologischen Strukturwandel bewirken

Industriepolitik: nachhaltigen und ökologischen Strukturwandel bewirken

Automobilindustrie im Wandel

16.11.2010 Ι Für sichere Arbeitsplätze und eine ökologische Zukunft - in der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE) arbeiten Gewerkschaften, Wirtschaft und Politik zusammen. Damit wird die Forderung der IG Metall nach einem Branchenrat automobile Zukunft vom März 2009 eingelöst. Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, hat auf dem gesellschaftspolitischen Forum 2010 in Frankfurt am Main erläutert, wie der Strukturwandel gelingen kann.

Die Automobilbranche wird sich nachhaltig ändern. Das wird sich nicht nur auf die Produktion, sondern auch auf die Arbeitsplätze auswirken. "Diese neuen Konzepte müssen wir mitgestalten und unsere Vorstellungen einer nachhaltigen Industriepolitik einbringen", kündigte Berthold Huber anläßlich des Gesellschaftspolitischen Forums am 16. November 2010 in Frankfurt an. Aktuell steht die Automobilbranche so gut da, wie schon lange nicht mehr. Bereits im dritten Quartal 2009 meldeten die Konzerne fast ohne Ausnahme Rekordgewinne. "Dass die deutsche Automobilindustrie weltweit so gut dasteht, das verdankt sie ihren Beschäftigten", stellte Huber fest. Er forderte deshalb auch, dass die Arbeitnehmer angemessen am Ertrag beteiligt werden.

Wie verändert sich der Verkehr?
Gerade in Ballungsräumen wird Elektromobilität und öffentlicher Nahverkehr künftig eine zentrale Rolle spielen. Deshalb helfen Teillösungen hier nicht. Gewerkschaften, Wirtschaft und Politik müssen an integrierten Mobilitätskonzepten arbeiten. Dabei geht es nicht nur darum, neue Produkte auf den Markt zu bringen. Es geht auch um die Sicherung der Arbeitsplätze, um Teilhabe und um Mitbestimmung.
In der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE) kommen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Verbänden zusammen. Sie wollen den Strukturwandel in der Automobilindustrie nicht nur technologisch, sondern auch sozial und ökologisch vorantreiben. Zudem wollen sie den Standort Deutschland bis zum Jahr 2020 zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität entwickeln.

Warum sind Ausbildung und Qualifizierung so wichtig?
Im Lenkungskreis der Plattform wurde bereits vereinbart, dass in Deutschland neue Werke für Batterietechnologie aufgebaut und damit auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Konkret bedeutet das, dass Beschäftigte für neue Aufgaben qualifiziert werden können, wenn ihre Arbeitsplätze gefährdet sind. "Mit diesen Zusagen haben wir einen wesentlichen Schritt gemacht, den Strukturwandel zu gestalten", sagte Berthold Huber. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dabei sind Qualifikation und Wissen. Darauf müsse in den nächsten Jahren der Schwerpunkt gelegt werden, so Huber weiter: "Wir brauchen die gut ausgebildeten jungen Menschen, als qualifizierte Fachkräfte in der Industrie und auch in den neu entstehenden Dienstleistungsbereichen im Verkehrssektor."

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