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II.Fachhearing Maschinenbau von IG Metall und Hans-Böcklerstiftung

II. Fachhearing Maschinenbau

Branche mit Zukunft

02.10.2009 Ι Auch auf dem II. Fachhearing Maschinenbau 2009 war eine Frage entscheidend: Wie kann die Branche fit für die Zukunft gemacht werden? Die Krise muss bewältigt, Innovationen gefördert und Technologien entwickelt werden. Wie das aussehen kann, wurde gemeinsam von IG Metall, Betriebsräten und Wissenschaftlern diskutiert.

Das Fachhearing Maschinenbau der IG Metall bringt Betriebsräte, Berater und Wissenschaftler an einen Tisch. So auch wieder am 1. Oktober 2009 in Frankfurt am Main. Ziel ist, den aktuellen Stand des Maschinenbaus zu analysieren und Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu erarbeiten.
Der Maschinenbau spielt in der deutschen Industrie eine wichtige Rolle. Mitte 2009 waren in dieser Branche rund 936 000 Menschen beschäftigt. Was dem Maschinenbau bis zu Krise zu seinem enormen Erfolg verhalf, wurde ihm dann zum Verhängnis: über 60 Prozent des Umsatzes der Branche wird im Ausland erwirtschaftet. Eine so starke Exportabhängigkeit bleibt in der globalen Krise nicht ohne Folgen.

Unterschiede in Teilbranchen
Nahezu alle Teilbranchen des Maschinenbaus sind vom aktuellen Abwärtstrend betroffen. Allerdings fällt der unterschiedlich stark aus. Von gutem Auftragseingang bis hin zu 50 Prozent Auftragseinbruch ist alles dabei. Auch hier handelt es sich um eine Nachfragekrise. Damit hängen die Zukunftsaussichten zu einem großen Teil auch von der Erholung der weltweiten Konjunktur ab.

Fachkräfte sind gefragt
Der Maschinenbau ist nicht zuletzt deshalb so stark gewachsen, weil die Unternehmen komplexe Technologien und wertvolle Innovationen entwickelt haben. Je länger die Krise dauert, um so weniger sind jedoch viele Unternehmen bereit, Arbeitskräfte weiter zu sichern. Das ist aber unbedingt notwendig. Werden jetzt Fachkräfte entlassen, fehlen diese nach der Krise und die Unternehmen büßen Wettbewerbsfähigkeit ein.

Maßnahmen
In einem Memorandum hat die IG Metall die wichtigsten Forderungen für eine sichere Zukunft des deutschen Maschinenbaus zusammengefasst. Das hier sind die wichtigsten Aspekte in Kürze:

  • Solange nicht alle Möglichkeiten der Kurzarbeit ausgeschöpft sind, darf es keine Entlassungen geben.
  • Die aktive Kreditvergabe der Banken an die Unternehmen muss politisch gefördert, bzw. gefordert werden.
  • Ein gemeinsamer Zukunftsdialog der IG Metall und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).
  • Die von Unternehmen, Betriebsräten und IG Metall gemeinsam erarbeiteten Zukunftspläne für Unternehmen.

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Bernd Lauenroth, IG Metall
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