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IG Metall und VDMA: Gemeinsame Erklärung zum Maschinenbau. Foto: Eugen Nosko / commons.wikimedia.org

IG Metall und VDMA: Gemeinsame Erklärung zum Maschinenbau

Arbeitsplätze schützen, Unternehmensfinanzierung sichern

22.06.2010 Ι "Beschäftigung sichern, Entlassungen vermeiden" - auf diesen Grundsatz haben sich IG Metall und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einer gemeinsamen Erklärung verständigt. Beide Verbände sind sich einig, dass 2010 kein Jahr der Massenentlassungen werden darf. Sie fordern von den Banken, faire Konditionen bei der Kreditvergabe zu gewährleisten und den Aufschwung des Maschinenbaus und der damit verbundenen Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten IG Metall und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dass die Beschäftigten mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten die wichtigste Basis sind, um den Herausforderungen des nächsten Aufschwungs gerecht werden zu können. Deshalb sei es ein gemeinsames Anliegen, das große Potential der Mitarbeiter im Maschinenbau zu erhalten. Die Banken müssten ihrer Rolle bei der Unternehmensfinanzierung gerecht werden und faire Konditionen bei der Kreditvergabe gewährleisten. Die mittelfristig guten Perspektiven für den Maschinenbau dürften nicht durch eine blockierte oder zögerliche Kreditvergabe des Finanzsektors gefährdet werden.

Anforderungen übersteigen teilweise die Grenze des Schicklichen
Die meisten Maschinenbauunternehmen konnten das extreme Jahr 2009 überstehen. Angesichts geschwächter Bilanzen müsse sich die Kreditgewährung der Banken in 2010 an nachhaltigen Zukunftskonzepten sowie an einer tragfähigen und langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie orientieren. Beide Verbände fordern daher faire Konditionen bei der Kreditvergabe. Die Anforderungen der Banken an die Zins- und Gebührenzahlungen sowie an Sicherheiten würden teilweise die Grenze des Schicklichen übersteigen. IG Metall und VDMA kritisieren die harten Restrukturierungsleistungen, die Unternehmen erbringen müssten. Diese aber brauchten ihre Mitarbeiter als Basis für ihre Zukunft. Solche Forderungen der Banken, die Zahl der Arbeitsplätze an die momentanen Umsatztiefstände anzupassen, gefährdeten die Zukunftsfähigkeit des Maschinenbaus.

Aufträge dürfen nicht an den Banken scheitern
Wolfgang Rhode, geschäftsführendes Vorstandmitglied der IG Metall, betonte, dass die Kreditversorgung der Banken ein drückendes Problem sei. "Uns eint die Befürchtung, dass mit dem Anziehen der Konjunktur die Kreditversorgung zu einem ernsten Gefahrenherd wird", sagte Rhode. Der Kreditkanal dürfe nicht verstopft sein, wenn es allmählich besser werde. "Wenn die Unternehmen wieder Aufträge bekommen, darf dies nicht an den Banken scheitern", forderte Rhode.

Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA, erklärte, dass es zum Teil erheblich verschlechterte Kreditkonditionen für einzelne Unternehmen gäbe. "Die Finanzierung der Unternehmen ist entscheidend, um einen langfristigen, stabilen konjunkturellen Aufschwung nicht abzuwürgen", betonte Hesse. Die Banken seien gefordert, die Industrie bei ihrer Weiterentwicklung zu begleiten.

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