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Sachsen-Anhalt: IG Metall, Arbeitgeber und Landesregierung unterzeichnen Erklärung zur Stärkung der Tarifpartnerschaft

IG Metall Sachsen-Anhalt: Erklärung zur Stärkung der Tarifpartnerschaft

Damit die Ingenieure in Sachsen-Anhalt bleiben

22.10.2010 Ι Tarifbindung ermöglicht attraktive Arbeitsplätze und attraktive Arbeitsplätze wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Daher haben in Sachsen-Anhalt IG Metall, Arbeitgeber und die Landesregierung eine "Erklärung zur Stärkung der Tarifpartnerschaft" unterzeichnet. Bisher verlassen nämlich zum Beispiel rund 82 Prozent der jungen Ingenieure das Bundesland nach dem Studium.

Gewerkschaften, Arbeitgeber und die CDU-geführte Landesregierung in Sachsen-Anhalt haben am 21. Oktober 2010 eine gemeinsame "Erklärung zur Stärkung der Tarifpartnerschaft" unterzeichnet. Die Tarifparteien und die Landesregierung sprechen sich damit zum ersten Mal gemeinsam für eine starke Tarifbindung in Sachsen-Anhalts Industrie aus.


Matthias Menger, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt, Wirtschaftsminister Reiner Haseloff und IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine nach der Unterzeichnung der Erklärung.

In der Vergangenheit stand der Flächentarifvertrag in Ostdeutschland häufig in der Kritik. Der Fachkräftemangel hat aber auch Arbeitgeber und Landesregierung zum Umdenken angeregt. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, lobte, dass Arbeitgeber und Landesregierung erkannt haben, dass Flächentarifverträge die Arbeitsplätze attraktiver machen und damit auch ein Mittel sind, die Fachkräfte in Sachsen-Anhalt zu halten: "Im verstärkten Wettbewerb um Fachkräfte und junge Auszubildende sind gute Arbeits- und Leistungsbedingungen ein entscheidender Standortfaktor. Der Flächentarifvertrag ist ein Gütesiegel für gute Arbeits- und Entgeltbedingungen: Ein Gütesiegel, mit dem der immer noch hohen Abwanderung von Fachkräften in die westlichen und südlichen Bundesländer entgegengewirkt werden kann."

Von der Erklärung profitieren alle Seiten: Die Beschäftigten erhalten ein angemessenes Entgelt bei guten Arbeitsbedingungen. Die Betriebe können den demografischen Wandel gestalten sowie Fachkräfte halten und werben. Auch das Land profitiert, da die in Sachsen-Anhalt gut ausgebildeten Fachkräfte nicht mehr zu Konzernen in andere Bundesländer abwandern. "Verlieren", so Meine weiter, "werden Arbeitgeber, die weiterhin auf Lohndrückerei setzen, Tarifverträge ablehnen und Beschäftigten Mitbestimmungsrechte verweigern."

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