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IG Metall ruft zu Internationalen Wochen gegen Rassismus auf

100 Prozent Menschenwürde - zusammen gegen Rassismus

10.03.2016 Ι Im vergangenen Jahr waren weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Not und Unterdrückung. Viele von ihnen sind zu uns gekommen. Es gibt viel Hilfsbereitschaft und große Solidarität mit den Geflüchteten, gleichzeitig nehmen die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte zu. Die IG Metall setzt Zeichen gegen Ausgrenzung und Gewalt. Sie beteiligt sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Die Auftaktveranstaltung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus findet in diesem Jahr in Halle an der Saale statt. Dort diskutieren am 10. März Experten aus der Zivilgesellschaft mit Vertretern aus der Landespolitik zum Thema "100% Menschenwürde - Zusammen gegen Rassismus". Unter den Experten ist auch Almut Kapper-Leibe, Erste Bevollmächtigte der IG Metall-Geschäftsstelle Halle-Dessau. In Halle ist die Veranstaltung zudem der Auftakt für die "Bildungswochen". Die Macher bieten ein buntes Programm mit Aktionstag, Lesungen, Filmvorführungen und vielem mehr.
 

Warum beteiligt sich die IG Metall?

Beim Gewerkschaftstag der IG Metall im vergangenen Oktober hatten die Delgierten eine Erklärung zur Flüchtlingspolitik verfasst. Darin heißt es: "Die Bewältigung der Flüchtlingskrise und auch der menschenwürdige Umgang mit den Flüchtlingen werden zu einem Prüfstein für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für unsere Demokratie." Doch die Gesellschaft kann diese Herausforderungen meistern. Allerdings müssen dann alle Verantwortung übernehmen und an einem Strang ziehen.

In der Erklärung sprechen sich die Gewerkschafter gegen Rechtspopulismus aus, weil hier die Sorgen und Ängste vieler Menschen lediglich instrumentalisiert werden. Die Werte der IG Metall sind dagegen seit 125 Jahren "Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit". Und Solidarität ist genau das, was die Flüchtlinge nun brauchen.

Zudem hat die IG Metall gemeinsam mit dem DGB und neun weiteren Partnern eine "Allianz für Weltoffenheit"  gegründet. Diese setzt sich ein für Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Zentrale Botschaft: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
 

Was schlagen wir vor?

Klar ist, dass die vielen Geflüchteten integriert werden müssen. Doch wie soll das geschehen? Die IG Metall ist der Ansicht, dass Integration nicht von alleine läuft, sondern aktiv vorangetrieben werden muss. Um das zu erreichen, hat sie Lösungsvorschläge entwickelt. So fordert die IG Metall ein Integrationsjahr für Flüchtlinge, denn nur wenn die Menschen Arbeit haben, können sie an der Gesellschaft teilhaben. Doch die Flüchtlingspolitik darf nicht dazu führen, dass einkommensschwache Schichten verdrängt werden. Deswegen sollen diese Maßnahmen und Programme nicht nur Flüchtlingen offenstehen, sondern allen Benachteiligten am Arbeitsmarkt, wie Langzeitarbeitslosen und jungen Menschen ohne Abschluss offen stehen.

Am 18. März treffen sich aktive IG Metallerinnen und Metaller im Bildungszentrum in Bad Orb zum "Netzwerktreffen Flucht und Arbeitswelt". Dort werden sie sich über die verschiedenen Aktivitäten in den Betrieben austauschen, gute Beispiele diskutieren und das Thema Flucht und Arbeitsmarkt weiterentwickeln.
 

Das sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 10. Bis 23. März unter dem Motto "100% Menschenwürde - zusammen gegen Rassismus" statt. Höhepunkt dieser Wochen ist der "Internationale Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung" am 21. März. Seit 1979 erinnert dieser Tag an das "Massaker von Sharpeville" am 21. März 1960. Damals hatte die südafrikanische Polizei im Township Sharpeville 69 friedliche Demonstranten erschossen, die gegen die ungerechten Passgesetze in dem Apartheid-Staat auf die Straße gegangen waren.

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