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IG Metall diskutiert über neue Arbeitszeitmodelle. Foto: IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen

IG Metall Ost diskutiert über neue Arbeitszeitmodelle

Faire und kreative Arbeitszeiten sind gefordert

01.10.2009 Ι Ab heute gilt für die rund 8000 Beschäftigten in der ostdeutschen Stahlindustrie die 35-Stunden-Woche. "Mit diesem Schritt wird die längst fällige Ost-West-Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen in der ostdeutschen Stahlindustrie abgeschlossen", sagte Helga Schwitzer, zuständiges Vorstandsmitglied der IG Metall für Tarifpolitik.

Die 35-Stunden-Woche sei eine wichtige soziale Errungenschaft der IG Metall und ihrer Mitglieder. Arbeitszeitverkürzung  zur Beschäftigungssicherung stehe nach wie vor als wichtiges Mittel der solidarischen Umverteilung von Arbeit auf der Tagesordnung, betonte Schwitzer weiter. In und nach der Krise gehe es darum, ein schrumpfendes Arbeitsvolumen gerecht zu verteilen. Die IG Metall wolle mit einer kreativen Arbeitszeitpolitik den Interessen der Beschäftigten gerecht werden. Das bedeutet vor allem: eine bessere Balance zwischen Arbeit und Leben und gesundheitsverträgliches Arbeiten bis zur Rente ermöglichen.

Kürzere Arbeitszeiten auch in der ostdeutschen Metallindustrie
"20 Jahre nach der Wende haben wir einen wichtigen Schritt bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West getan", erkärte Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin-Brandenburg-Sachsen. Dies veranlasst die IG Metall, jetzt eine neue Arbeitszeitdebatte zu starten. Intelligente Formen von Arbeitszeitverkürzung seien zu entwickeln, die die differenzierte Wirklichkeit in den Unternehmen abbilden, erklärte Höbel. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und des demografischen Wandels tragen Arbeitgeber eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Es gehe jetzt darum, durch neue Arbeitszeitmodelle Beschäftigung zu sichern.

Faire Arbeitszeitverteilung
Der Blick müsse sich darauf richten, wie die Flexibilisierungsinteressen der Unternehmen und der Wunsch nach mehr individueller Zeitsouveränität der Beschäftigten neu austariert werden, betonte der IG Metall-Bezirksleiter. Aus Sicht der IG Metall sind kürzere Arbeitszeiten für besonders belastete Beschäftigte, Optionen auf eine verkürzte Lebensarbeitszeit und verbesserte Arbeitszeitkontensysteme weitere Elemente einer neuen Arbeitszeitdiskussion.

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