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Opel Bochum droht die Schließung

IG Metall fordert Perspektiven für Opel-Beschäftigte

Schließung des Werks Bochum inakzeptabel

11.12.2012 Ι Die IG Metall hat die Ankündigung, die Produktion im Opel-Werk Bochum 2016 ersatzlos zu schließen, scharf kritisiert. Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, forderte eine tragfähige Gesamtlösung für Opel in Deutschland. Andernfalls drohe ein offener Konflikt.
Eine Schließung des Standortes Bochum sei für die IG Metall nicht akzeptabel, erklärte Huber am Dienstag in Frankfurt. "Wenn Opel jetzt ersatzlos alle Produktionsarbeitsplätze abbauen will, ist das eine offene Kampfansage an uns." Huber verlangte schnellstens konkrete Vorschläge statt vager Versprechungen. Die Führung von General Motors sei nach einem halben Jahr Verhandlungen nicht in der Lage, auch nur irgendeine konkrete Zahl vorzulegen, wie sie die Marke Opel wieder profitabel machen will.

"Diese Unternehmenspolitik schadet den betroffenen Beschäftigten und zerstört das Image der Marke Opel. Damit muss Schluss sein", erklärte Huber. Die IG Metall fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen deutschen Opel-Standorten und einen Wachstumsplan für Opel. GM müsse in Entwicklung, Komponenten und Fahrzeugfertigung nachhaltig investieren.

Kette von Managementfehlern

"Opel steht in der Pflicht, Arbeitsplätze an den deutschen Standorten zu sichern. Dazu gehören ausdrücklich die Produktionsarbeitsplätze", so Huber. Opel müsse seinen Marktanteil von sechs Prozent in Europa durch mehr Modelle, hochwertige Technik und niedrigen Verbrauch wieder deutlich steigern. Das bedeute Investitionen in Milliardenhöhe. Nur so habe Opel eine Zukunft. 

"Die heutige Situation von Opel ist das Ergebnis von jahrzehntelangen Managementfehlern und mangelnder Kontinuität der Unternehmenspolitik", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. "Diese Suppe sollen nun die Kolleginnen und Kollegen in Bochum auslöffeln." Ohne ernsthafte Verhandlungen und Perspektiven für alle deutschen Standorte werde es aber keine Zugeständnisse der Arbeitnehmerseite geben. Mit Blick auf Wettbewerber wie Ford und Volkswagen forderte Schäfer-Klug ein klares Bekenntnis von GM zum Industriestandort Deutschland. "Die Marke Opel kann nicht gegen die Beschäftigten und Standorte in Deutschland zurück zum Erfolg geführt werden, " so Schäfer-Klug. 

Produktion am Standort erhalten

"Es geht nicht an, dass die Beschäftigten in Bochum ohne Perspektive bleiben", erklärte Knut Giesler, IG Metall Bezirksleiter von NRW. "Unser Ziel ist klar: Keiner soll das Arbeitsamt von innen sehen. Auch über 2016 hinaus brauchen wir Produktion am Standort Bochum. Die IG Metall lässt den Vorstand  nicht aus seiner Verantwortung. Heute geht es um Bochum, morgen um alle Standorte. Statt Kampfansagen an die Belegschaft brauchen wir endlich eine Lösung für die Menschen, mit Zukunft und Beschäftigung."

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