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IAV GmbH: Tarifergebnis erzielt. Foto: Fotolia.de

IAV GmbH: Tarifergebnis erzielt

Entgelterhöhung und Einstieg in die Altersteilzeit

23.04.2010 Ι Nach der dritten Verhandlungsrunde haben sich IG Metall und IAV GmbH am 21. April auf ein Ergebnispaket verständigt: Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrag werden fortgeführt, es gibt mehr Geld für die Beschäftigten und Verhandlungen über die Altersteilzeit werden aufgenommen.

Das Tarifergebnis von IG Metall und IAV sieht vor, dass die Regelungen des Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrages unverändert weiter gelten und die Entgelte erhöht werden. Desweiteren wollen die Tarifpartner den Einstieg zur Altersteilzeit ermöglichen.

Mit diesem Ergebnis konnte die IG Metall den Angriff auf den Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrag abwehren. Die wichtigste Botschaft: Es gibt keine Verlängerung der tariflichen wöchentlichen Arbeitszeit. Die von der Geschäftsleitung immer wieder geforderte Kostenflexibilität durch Einführung eines 3-Konten-Modells und die damit verbundene Übertragung des unternehmerischen Risikos auf die Beschäftigten hat keinen Eingang in den Tarifvertrag gefunden.

Mantel- und Rahmentarifvertrag gelten wieder
Auch die ursprünglich geforderten Verschlechterungen bei Reisezeiten, Kurzarbeit, Qualifizierungen oder bei Befristungen sind vom Tisch. Die von der Geschäftsleitung gekündigten Regelungen des Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrages konnten unverändert ab dem 1. Januar 2010 wieder in Kraft gesetzt werden und sind frühestens zum 31. Dezember 2011 kündbar. Die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung sollen weiter auf der Tagesordnung bleiben. Sinnvollen Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit werden IG Metall und Betriebsräte sicherlich nicht entgegenstehen, wenn diese zu fairen und ausgewogenen Bedingungen verabredet werden. Und bei allem, was in einem solchen Prozess eventuell diskutiert werden kann, ist vereinbart, dass dies auf Basis der heute bestehenden Tarifverträge geschieht.

Entgelte werden erhöht
Neben der unveränderten Fortsetzung das Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrages hatte die Verhandlungskommission auch eine angemessene Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen in Anlehnung an das Ergebnis in der Metallindustrie gefordert. Bei einer Laufzeit der neuen Entgeltregelungen von insgesamt 23 Monaten bis zum 30. November 2011 einigten sich IG Metall und IAV darauf, die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,7 Prozent zum 1. Januar 2011 zu erhöhen. "Wie in der Metallindustrie haben wir uns aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation im Jahr 2010 im Rahmen des Gesamtpaketes an dieser Stelle auf einen Kompromiss geeinigt und die Tabellen bis zum Jahresende eingefroren", so IG Metall-Verhandlungsmitglieder Axel Rochlitz aus Gifhorn und Astrid Scharschuch aus Chemnitz. Zusätzlich sollen die Beschäftigten 2011 eine Einmalzahlung erhalten. Die Auszahlung ist allerdings davon abhängig, ob die Tarifpartner es schaffen, bis zum 31. Dezember 2010 einen Altersteilzeittarifvertrag abzuschließen. In diesem Falle behalten sich die Tarifpartner vor, mit die Einmalzahlung zur Mitfinanzierung der Altersteilzeit zu verwenden.

Altersteilzeitregelung ist extrem wichtig
Sollten sich IG Metall und IAV über einen solchen Vertrag nicht verständigen können, wird der Einmalbetrag für alle Vollzeitbeschäftigten in Höhe von 250 Euro spätestens Ende März 2011 ausgezahlt. Die Auszubildenden bekommen 150 Euro. "Eine Altersteilzeitregelung ist für uns extrem wichtig, weshalb wir auch bereit waren, der Forderung des Unternehmens an dieser Stelle nachzukommen und eventuell über diesen Weg einen eigenen Beitrag für eine solche Regelung zu leisten", so IG Metall-Verhandlungsmitglied Jan Franke aus Berlin.

Mehr Geld auch für Auszubildende
Mit dem Verhandlungsergebnis erhalten die Auszubildenden ebenfalls mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen betragen ab 1. Januar 2011 für das erste Ausbildungsjahr 781 Euro, für das zweite Ausbildungsjahr 832 Euro, für das dritte 894 Euro und für das vierte Ausbildungsjahr 956 Euro. Zusätzlich gilt die tarifliche Übernahmeregelung für die Ausgebildeten.

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