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Höchstes Entscheidungsorgan der IG Metall

Der Gewerkschaftstag

Der Gewerkschaftstag ist das höchste Entscheidungsorgan der IG Metall. Er trifft alle vier Jahre zusammen und wird vom Vorstand einberufen. Die Delegierten wählen auf dem Gewerkschaftstag den Vorstand und den Kontrollausschuss. Der Gewerkschaftstag beschließt die Satzung und legt die Gewerkschaftspolitik fest.
Was ist der Gewerkschaftstag?

Der Ordentliche Gewerkschaftstag ist das höchste Organ der IG Metall. Er wird alle vier Jahre vom Vorstand einberufen.

 

Was passiert auf dem Gewerkschaftstag?
Der Gewerkschaftstag funktioniert wie ein Parlament. Hier ziehen die Delegierten Bilanz über bisherige Aktivitäten und diskutieren zukünftige Ziele. Anhand von Entschließungen, Leitanträgen und Anträgen entscheiden sie über Aufgaben und Strategie für die nächsten vier Jahre. Außerdem wählen sie einen neuen Vorstand.

 

Wer nimmt am Gewerkschaftstag teil?
Für den 23. Ordentlichen Gewerkschaftstag wurden 485 Delegierte gewählt. Die Mitglieder des Vorstands und des Kontrollausschusses, Bezirksleiter und Beiratsmitglieder nehmen beratend teil. Zusätzlich können der Vorstand und die sieben IG Metall-Bezirke weitere Teilnehmer/innen und Gäste benennen und einladen, wie beispielsweise: Bevollmächtigte der Verwaltungsstellen, Leiter der Bildungsstätten, Funktionsbereichsleiter des Vorstands, Organisations- und Bezirkssekretäre, Betriebsratsvorsitzende, politische Repräsentanten und internationale Gäste.


Wie wird man Delegierte oder Delegierter?
Die Wahl der Delegierten erfolgt in Wahlbezirken, die der Vorstand  festlegt. Auf 5000 Mitglieder kommt ein Delegierter bzw. eine Delegierte. Die Anzahl der Delegiertenmandate errechnet sich aus dem Durchschnitt der Mitgliederzahlen der letzten vier Quartale vor der Ausschreibung des Gewerkschaftstages. Gewählt werden die Delegierten in den Delegiertenversammlungen der IG Metall-Verwaltungsstellen. Die Delegiertenversammlungen werden von den Mitgliedern vor Ort gewählt.

Als Delegierte können ausschließlich Frauen und Männer kandidieren, die am Wahltag seit mindestens drei Jahren IG Metall-Mitglied sind und ihren Beitrag in dieser Zeit satzungsgemäß entrichtet haben. In besonderen Fällen können Kollegen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres auch nach einer mindestens 12-monatigen ununterbrochenen Mitgliedschaft als Delegierte gewählt werden.

 

Wer kann Anträge an den Gewerkschaftstag stellen?
Anträge, die auf dem Gewerkschaftstag zur Beratung kommen sollen, müssen mindestens 15 Wochen vor Beginn des Gewerkschaftstages beim Vorstand eingereicht werden. Alle Anträge an den Gewerkschaftstag sind vom Vorstand acht Wochen vor Beginn des Gewerkschaftstages den Mitgliedern bekannt zu geben. Anträge an den Gewerkschaftstag können stellen: die Delegiertenversammlungen der Verwaltungsstellen, der Vorstand, der Kontrollausschuss, der Angestellten-, der Frauen-, der Jugend-, der Handwerks- und der Migrationsausschuss beim Vorstand der IG Metall.

 

Entschließungen und Leitanträge: Was ist das?
Alle Anträge werden von der Antragsberatungskommission den Entschließungen und Leitanträgen zugeordnet. Anhand der Entschließungen und Anträge diskutieren und entscheiden die Delegierten auf dem Gewerkschaftstag darüber, wie sich die IG Metall zu grundlegenden Herausforderungen positionieren und welche Ziele sie in den kommenden vier Jahren ins Zentrum ihrer Arbeit rücken will.

 

Die Entschließungen beschreiben die allgemeinen gesellschafts-, betriebs-, tarif- sowie organisationspolitischen Rahmenbedingungen, unter denen die IG Metall ihre Gewerkschaftsarbeit gestaltet. Sie zeigen politische Herausforderungen auf, beschreiben Handlungsnotwendigkeiten und Ziele und dienen somit als Leitlinien der Arbeit der IG Metall bis zum nächsten Gewerkschaftstag.

 

Die Leitanträge legen den Schwerpunkt auf die strategische Umsetzung bestimmter Themen. Sie definieren konkrete Ziele und formulieren Arbeitsaufträge, die in den Betrieben, der Betriebs- und Tarifpolitik sowie in der Gesellschaftspolitik vorrangig bearbeitet werden sollen.

 

Die Summe aller Anträge bildet nach dem Gewerkschaftstag die Grundlage für ein konkretes und verbindliches Arbeitsprogramm für die gesamte Organisation.

 

Können auch normale Mitglieder Vorschläge an den Gewerkschaftstag richten?
Um den Mitgliedern und Verwaltungsstellen eine erste Orientierung zu liefern und eine möglichst breite Beteiligung zu ermöglichen, wurde vom Vorstand in diesem Jahr vorab ein Debattenpapier veröffentlicht. Mitglieder und Funktionäre der IG Metall konnten sich so im Voraus mit den Themen des Gewerkschaftstages auseinandersetzen, sich austauschen und beraten. Das Papier sollte alle dazu einladen, Rückmeldungen, Einschätzungen und konkrete Vorschläge zu geben - um die Antragsberatung vorab zu strukturieren und die Antragsstellung zu erleichtern. Darüber hinaus sind die Rückmeldungen zum Debattenpapier mit in die Entschließungen und Leitanträge eingeflossen.

 

Über wie viele Anträge wird abgestimmt?
Drei Entschließungen, fünf Leitanträge des Vorstands, 455 politische Anträge und 39 Satzungsanträge standen bei dem 23. Ordentlichen Gewerkschaftstag zur Abstimmung. Sie behandeln zentrale gesellschaftliche, soziale und ökonomische Entwicklungen sowie tarif-, betriebs- und organisationspolitische Herausforderungen für die IG Metall.

 

Wie kommen Beschlüsse zustande?
Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Änderungen der Satzung bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der abstimmenden Delegierten.

 

Wer trifft Entscheidungen außerhalb des Gewerkschaftstages?
Der Beirat: Er ist das höchste beschlussfassende Organ zwischen den Gewerkschaftstagen und nimmt notwendige Nachwahlen zum Vorstand und zum Kontrollausschuss vor. Für je 30.000 Mitglieder entsendet jeder IG Metall-Bezirk ein Beiratsmitglied. Dem Beirat gehören außerdem die Mitglieder des Vorstands an und - mit beratender Stimme - die Mitglieder des Kontrollausschusses und die Bezirksleiter/innen.

 

Was ist die Satzung der IG Metall und was steht dort?
Die Satzung ist die "innere Verfassung" der IG Metall und bildet die Grundlage ihrer Arbeit. Sie regelt die Rechtsgrundlage für die Arbeit der IG Metall sowie Aufbau, Wirkungsbereich und die Leistungen. Die letzte Satzung wurde auf dem 23. Ordentlichen Gewerkschaftstag im Oktober 2015 beschlossen.

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