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Hessische Heizungsindustrie: neuer Tarifvertrag. Foto: juliaL49 / flickr.com

Hessische Heizungsindustrie: neuer Tarifvertrag

Heizungsbauer können sich auf mehr Geld freuen

09.03.2010 Ι Die rund 3000 Beschäftigten in der hessischen Heizungsindustrie bekommen mehr Geld. Die IG Metall und die Arbeitgeber haben am 4. März 2010 einen neuen Tarifvertrag vereinbart. Danach gibt es für die Heizungsbauer ab April 2010 eine Einmalzahlung von 700 Euro und ab November 2,3 Prozent mehr. Die Perspektive für junge Menschen nach der Ausbildung verbessert sich ebenfalls: Ihr Anspruch auf Übernahme erhöht sich von sechs auf zwölf Monate.

Die IG Metall und der Industrieverband Gebäudetechnische Anlagen und Umwelttechnik haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten der hessischen Heizungsindustrie geeinigt.

Für Oktober 2009 bis Oktober 2010 gibt es am 1. April 2010 eine Einmalzahlung von 700 Euro. Auszubildende bekommen 150 Euro. Weiterhin verbessert sich die Perspektive für junge Menschen: Sie haben einen Anspruch darauf, nach ihrer Ausbildung für zwöf Monate übernommen zu werden. Vorher waren es sechs Monate. Ältere können zudem vorzeitig aus der Erwerbsarbeit aussteigen. Hierfür haben die Tarifpartner einen Rahmen für Betriebsvereinbarungen festgelegt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2011.

Josef Windpassinger, Tarifsekretär des IG Metall-Bezirks Frankfurt, bewertete den Abschluss als guten Kompromiss: "Die Beschäftigten in diesem Bereich liefern echte Qualitätsarbeit. Dass ihnen dies auch finanziell etwas wert sein muss, hat die Arbeitgeberseite nach langwierigen Verhandlungen in der dritten Verhandlungsrunde nun doch eingesehen." Vor allem die zwölfmonatige Übernahme nach der Ausbildung wertete der Tarifsekretär sehr positiv: "Es war längst an der Zeit, die Übernahme zu verlängern. Dies gibt jungen Menschen mehr Sicherheit für ihre Lebensplanung und nutzt auch den Unternehmen in Zeiten alternder Belegschaften. Auch aus der Altersteilzeit-Regelung ergeben sich neue Gestaltungsspielräume, die von den Betriebsräten in dieser Hinsicht genutzt werden können."

Die dritte Verhandlung wurde von über 50 Warnstreikenden der Firmen HSE Technik, ENTEGA Haustechnik und Passavant Geiger begleitet . Am Vortag machten die Beschäftigten bei Roediger Gebäudetechnik in Hanau deutlich, dass sie hinter den Forderungen stehen.

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