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Gewerkschaftstag 2011: Mündliche Geschäftsberichte

IG Metall geht gestärkt in die Zukunft

10.10.2011 Ι Zu Beginn des Gewerkschaftstages geht es vor allem darum, Bilanz zu ziehen. Was ist passiert in den vergangenen vier Jahren und wie stellt sich die IG Metall in Zukunft auf. Mit ihrem konsequenten Krisenmanagement gelang es, in der Krise Entlassungen in großem Stil zu verhindern. Arbeit sicher und fair - das ist und bleibt das Ziel. Honoriert wird diese Konsequenz mit einem deutlichen Mitgliederzuwachs - besonders bei den Jungen.

Die IG Metall hat in den letzten vier Jahren um jeden Arbeitsplatz gekämpft. "Diese Entschlossenheit war entscheidend", stellte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, in seinem mündlichen Geschäftsbericht fest. Unter dieser Prämisse hat sich die IG Metall auch während der Wirtschafts- und Finanzkrise für Konjunkturprogramme und öffentliche Kredite eingesetzt. Aus der IG Metall kam der Vorschlag für die Umweltprämie. Auf ihre Initiative hin wurde die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes verlängert. Das stellte Huber vor fast 500 Delegierten und zahlreichen Gästen in Karlsruhe fest.

Krisenmanagement der Bundesregierung nicht hilfreich

Dagegen ist das aktuelle Krisenmanagement der Bundesregierung wenig hilfreich. Bei der Regulierung der Finanzmärkte sei noch nichts erreicht.



Wenn die Welt heute vom "german Beschäftigungswunder" spricht, so ist das vor allem das Ergebnis der Arbeit von Gewerkschaften und ihren Betriebsräte. Das System der Mitbestimmung hat sich bewährt. Deshalb brauchen wir mehr Demokratie in der Wirtschaft und nicht weniger. Ebenso wird die IG Metall weiterhin entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit kämpfen.

Verstärkt betriebspolitisch aktiv

"Die Grundlagen für eine nachhaltige Sicherung der Zukunftsfähigkeit der IG Metall sind geschaffen", stellte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall fest. Dabei ging es in den vergangenen vier Jahren darum, die betriebspolitischen Aktivitäten zu verstärken: tarifpolitisch, in gesellschaftlichen Debatten und letztendlich um Einfluss auf die Politik zu nehmen. Darauf hat sich die IG Metall seit dem letzten Gewerkschaftstag konzentriert. Sie greift gemeinsam mit den Beschäftigten und Mitgliedern Themen auf, die ihnen unter den Nägeln brennen. Beispielsweise die Kampagne "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld". Seither wurden in über 1200 Betrieben Besservereinbarungen durchgesetzt. Oft im Konflikt mit dem Arbeitgeber. Die IG Metall hat während der Krise durch ihre Task Force in den Unternehmen Arbeitsplätze gesichert, zusätzliche Investitionen angestoßen, Ausbildungsquoten erhöht und prekäre Beschäftigung begrenzt.


In diesem Jahr verzeichnet die IG Metall ein Mitgliederplus. Besonders junge Menschen treten bei. Jedes zweite neue Mitglied ist unter 27 Jahren. Dieser Trend soll verstetigt werden, versprach Wetzel. Dafür fließen Mittel in einen Investitionsfonds. Entscheidend ist auch hier der konsequente Einsatz der Gewerkschaft für die Junge Generation. "Wer eine gute funktionierende Gesellschaft will, muss der Jugend eine sichere Zukunft geben", so Wetzel. Deshalb werde sich die IG Metall in der kommenden Tarifrunde für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung einsetzen.

Finanzielle Basis gestärkt

Positiv wirkt sich das Mitgliederplus auf die Kasse der IG Metall aus. Die Organisation hat ihre finanzielle Situation in den letzten vier Jahren nicht nur stabilisiert, sondern verbessert. Bertin Eichler, Hauptkassierer der IG Metall rechnet für das Jahr 2011 mit Einnahmen von rund 457 Millionen Euro. Er betonte: "Die IG Metall ist uneingeschränkt handlungsfähig. Die IG Metall ist jederzeit kampf- und streikfähig".

Bildungsarbeit - eine entscheidende Schnittstelle

Die gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist eine entscheidende Schnittstelle zum betrieblichen und gesellschaftlichen Handeln. Sie unterstützt die Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter bei ihrer Arbeit im Betrieb. Beispielsweise bei der Übernahme nach der Ausbildung, bei der Verhinderung der Leiharbeit und der Durchsetzung von Tarifverträgen. Denn um sich für seine Rechte und Möglichkeiten einsetzen zu können, muss man sie kennen. Vermittelt werden sie bei den Seminaren der IG Metall.

Solidarität, Würde, Anerkennung und Respekt am Arbeitsplatz - das will die IG Metall mit der Initiative "Respekt! - Kein Platz für Rassismus!" erreichen. 450 000 Menschen sind schon mit dabei.

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