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Gastbeitrag von Berthold Huber: Aufschwung ist nicht vom Himmel gefallen

Gastbeitrag von Berthold Huber: Aufschwung ist nicht vom Himmel gefallen

Mitbestimmung und Tarifverträge haben sich bewährt

16.08.2010 Ι Nicht Marktfetischismus, Deregulierung und Entrechtung der abhängig Beschäftigten haben die erfolgreiche Krisenintervention ermöglicht, betont Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt". "Es waren Sozialstaat, Mitbestimmung und Tarifverträge, die Sicherheit mit Flexibilität verbanden." Das "Handelsblatt" hat zur Debatte "Wem gehört der Aufschwung" verschiedene Wissenschaftler, Verbandsvertreter und Politiker befragt.

In seinem Gastbeitrag im "Handelsblatt" resümiert Berthold Huber: "Die IG Metall hatte von Beginn der Krise an ihr wichtigstes Ziel genannt: keine Entlassungen. Mit Abbau von Arbeitszeitguthaben, verlängerter Kurzarbeit, Umweltprämie für Altautos und der positiven Wirkung des Konjunkturprogramms konnten hunderttausende Arbeitsplätze gerettet werden."

Aktuell kritisiert Huber die Personalpolitik vieler Betriebe, vor allem wenn Unternehmen bei den Neueinstellungen auf billige Leiharbeit setzen. Für die Betriebsräte und Beschäftigten sei es fast eine Provokation. Der Aufschwung sei fragil, weil er vor allem von der Exportnachfrage getragen würde. Die Binnennachfrage zu stärken, sei keine ideologische, sondern eine Frage der ökonomischen Vernunft. Nur damit könne sich die deutsche Wirtschaft aus der einseitigen Exportabhängigkeit befreien. Leiharbeit und Ausweitung des Niedriglohnsektors würde dagegen die Nachfrage weiter schwächen.

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