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Frauen in Aufsichtsräten: IG Metall ergreift Initiative

Frauenanteil von 30 Prozent in Aufsichtsräten angestrebt

17.10.2011 Ι Während die 30 deutschen Dax-Unternehmen erst heute ihr Konzept zur Frauenquote vorstellen, hat die IG Metall bereits die Initiative ergriffen: Im September wandte sich der IG Metall-Vorstand an die Betriebsratsvorsitzenden, mit dem Ziel, den Frauenanteil von 30 Prozent in den externen IG Metall-Vertretungen in Aufsichtsräten anzustreben.

Bis 2013 will Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) den Dax-Konzernen noch Zeit geben, um den Frauenantel in Aufsichtsräten und Vorständen zu erhöhen. Erst dann soll eine gesetzliche Regelung folgen. Während die Ministerin also Druck aus der Debatte nehmen will, hat die IG Metall dazu bereits eine eindeutige Position bezogen: 30 Prozent Frauenanteil in den externen IG Metall-Vertretungen in Aufsichtsräten sind das Ziel.

Frauen in die Aufsichtsräte
In den Betriebsräten von Unternehmen, deren Arbeitnehmer in der IG Metall organisiert sind, ist es heute schon üblich, dass entsprechend dem Anteil in der Belegschaft auch Frauen im Betriebrat vertreten sind. In den Aufsichtsräten ist das bisher nicht der Fall. Damit auch hier endlich mehr Frauen Ämter übernehmen, hat der IG Metall-Vorstand die Betriebsratsvorsitzenden von Unternehmen mit Aufsichtsräten in einem Brief gebeten, hier die Initiative zu ergreifen. Bei der nächsten Aufsichtsratswahl soll ein Frauenanteil von 30 Prozent angestrebt werden. Ab der übernächsten Wahl wird diese Regelung dann verpflichtend sein.
Damit das Vorhaben erfogreich ist, müssen die Betriebsratsvorsitzenden diesen Aspekt in ihrer Personalentwicklung mit berücksichtigen. Die IG Metall bietet daher auch Gundlagenseminare für potenzielle Aufsichtsratskandidatinnen an.

Warum ist es wichtig, jetzt zu handeln?
Der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten ist bisher sehr niedrig. Er lag im Jahr 2010 bei 160 börsennotierten Unternehmen bei nur 9,4 Prozent. Das sich hier von alleine nicht viel tut, zeigt ein weiterer Blick auf die Zahlen: 2008 lag der Anteil bei 9,3 Prozent. Ein Anstieg von 0,1 Prozent innerhalb von zwei Jahren ist weder rasant noch akzeptabel. Der Frauenanteil verteilt sich dabei vor allem auf die Arbeitnehmeseite in den Aufsichtsräten. Dort sind es immerhin 18,1 Prozent, während der Anteil auf der Arbeitgeberseite bei nur 3,8 Prozent liegt.

Was tut die IG Metall selbst?
Am 1. Mai 2010 hat der IG Metall-Vorstand für die IG Metall selbst ebenfalls eine Zielquote von 30 Prozent für organisationsinterne, hauptamtliche Fach- und Führungspositionen beschlossen. Dieser Beschluss wird derzeit mit eine konkreten Planung hinterlegt und kontinuierlich an den Vorstand berichtet.

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