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Zum Nachlesen: Live-Blog
So lief die #FairWandel-Kundgebung der IG Metall in Berlin

Am 29. Juni haben über 50 ooo Metallerinnen und Metaller am Brandenburger Tor demonstriert. Für sichere Jobs und eine soziale und ökologische Zukunft. Der Live-Blog zum Nachlesen.


11:39 Uhr, Bühne am Brandenburger Tor: Moderatorin Sabine Heinrich und die Hitze: „Ich will jede Moderation mit der Frage anfangen: Trinkt ihr genug?!“


11:31 Uhr, Humboldt-Universität: Hohe Hürden? Kennen Dual Studierende aus ihrem Alltag leider zur Genüge. Das symbolisieren die Hürden, die sie vor der Humboldt-Universität überqueren. Noch immer sind die betrieblichen Praxisphasen der Dual Studierenden nicht ins Berufsbildungsgesetz aufgenommen worden. Auch die Hochschulgesetze legen ihnen oft Hindernisse in den Weg. Deshalb gehen die Dual Studierenden in Berlin lautstark auf die Straße.

 

(Foto: IG Metall)


11:26 Uhr, Brandenburger Tor: „Warum ich hier bin?“ Metallerin Ilona Georg aus Siegen zögert keine Sekunde: „Die Politiker müssen endlich mehr tun um unsere Erde zu erhalten.“ Und: „Die Leiharbeit muss weg ― das ist moderne Sklaverei!“


11:09 Uhr, Rotes Rathaus: Die zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner (Mitte), sowie Hans-Jürgen Urban (3. v. r.) und Ralf Kutzner (2. v. l.), geschäftsführende Vorstandsmitglieder der IG Metall, laufen mit dem Demo-Zug der IG Metall Jugend.

 

(Foto: Thomas Range)


11:03 Uhr, Brandenburger Tor: Kaffee ist wichtig. Wasser. Viel Wasser. Etwas, um den Hunger zu stillen. Crêpes, Waffeln, Bratwürste, Frikadellen, Maiskolben, Currypfanne. Das alles und noch viel mehr gibt es hier auf der Straße des 17. Juni. Die Metallerinnen und Metaller, die den Platz vor dem Brandenburger Tor füllen und füllen und füllen, stärken sich. Und dann mit neuer Kraft weiter. Hallo, Berlin!


11:00 Uhr, Brandenburger Tor: Das Berlin Boom Orchestra spielt den ersten Song ― Reggae. Die ersten Metallerinnen und Metaller fangen an, unter strahlender Sonne zu tanzen.


 

(Foto: Christian von Polentz)
 


10:56 Uhr, Rotes Rathaus: „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, sagt ein junger Industriemechaniker. Sein Arbeitgeber, der Fernsehhersteller Loewe in Kronach, ist pleite. Am Montag muss er die Freistellungsunterlagen unterschreiben. Trotz aller Sorgen klingt der Metaller schon wieder optimistisch: „Jetzt erst recht“, sagt er sich. In Berlin beteiligt er sich deshalb am Demonstrationszug der IG Metall Jugend.


10:49 Uhr, Rotes Rathaus: In wenigen Minuten startet der Demonstrationzug der IG Metall Jugend. Im Bildungszentrum Pichelssee haben die Aktiven Transparente und Plakate vorbereitet, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Der Platz in der Nähe des Roten Rathaus füllt und füllt sich. Aus zwei Lautsprecherwägen dröhnt Musik. Die jungen Metallerinnen und Metaller gehen heute für gute Ausbildungsbedingungen und sichere Arbeitsplätze auf die Straße. Dem Demonstrationszug werden sich auch Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, sowie die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Hans-Jürgen Urban, Wolfgang Lemb und Ralf Kutzner anschließen.


10:46 Uhr, Neptunbrunnen: Die Stimmung am Neptunbrunnen ist bereits super!

 

(Foto: Thomas Range)


10:37 Uhr, Brandenburger Tor: „Bei uns gibt es viel Fahrzeugbau, da droht Jobabbau“, sagte eine Metallerin aus Köln. „Die Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen, die Beschäftigten weiterqualifizieren. Und die Politik muss das fördern.“


10:33 Uhr, Siegessäule: Weitere Busse kommen rund um die Siegessäule an, die Metallerinnen und Metaller holen sich ihre IG Metall-Mützen und Fahnen ab. Dann geht’s Richtung Brandenburger Tor, durch die Straße des 17. Juni quer durch den Tiergarten.

(Foto: IG Metall)



10:26 Uhr, Brandenburger Tor: „Natürlich sind meine beiden Söhne heute dabei, der Wandel trifft uns alle“, sagt Tom. Der Metaller arbeitet bei Ford in Köln in der Produktentwicklung, es sind unsichere Zeiten, Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. Dagegen will er, dagegen will die ganze Familie demonstrieren. „Es geht um unsere Zukunft. Wir müssen ein Zeichen setzen.“


10:10 Uhr, vor der Siegessäule: „Wir haben gestern noch in der Spätschicht gearbeitet, uns umgezogen und sind dann nachts um Viertel vor eins in den Bus gestiegen“, erzählt ein IG Metall-Vertrauensmann aus dem BMW-Werk, wo er in der Montage des BMW-3ers arbeitet. „Wir sind hier für unsere Zukunft. Bis 2023 soll bei uns auf Elektroauto umgestellt werden. Aber es gibt ja kaum Ladestationen für E-Autos. Der Ausbau der Netzinfrastruktur hinkt völlig hinterher. Wer wird da unsere E-Autos kaufen? Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Wir brauchen unbedingt Investitionen und Qualifizierung.“


10:02 Uhr, Hauptbahnhof: Weitere Sonderzüge rollen ein. Jetzt kommen auch die Busse an den Parkplätzen hinter „Goldelse“ an.


9:44 Uhr, Vorplatz Hauptbahnhof: „Wir sind heute hier, damit die Politiker und die Arbeitgeber endlich den Hintern hochkriegen und in neue Technik und Qualifizierung investieren“, erklärt eine IG Metall-Vertrauensfrau bei Saarstahl. „Nur so kann der digitale Wandel fair ablaufen.“


9:27 Uhr, Vorplatz Hauptbahnhof: Der Platz vor dem Bahnhof füllt sich, immer mehr Menschen kommen, Musik spielt, Fahnen flattern. Und das ist erst der Anfang. Sonderzüge aus allen Regionen Deutschlands treffen ein. Der erste kam am Morgen aus Siegen, die nächsten beiden aus Dillingen und Mönchengladbach, später werden Züge etwa aus Ingolstadt, Zwickau und Augsburg erwartet. Gemeinsam geht es dann zur Kundgebung ans Brandenburger Tor.


9:11 Uhr, Hauptbahnhof: „Ich arbeite bei einem Autozulieferer. Der Markt ist kaputt. Die Auslastung schlecht. Wir müssen den Wandel überlegter angehen. Die Betriebe brauchen eine Chance“, sagt ein Industriemeister aus Bremen.


8:46 Uhr, Hauptbahnhof: Auch die Streikenden von Riva/HES in Trier und dem benachbarten Horath sind heute dabei. Sie fordern einen Tarifvertrag. Ihr Löhne liegen mehr als 20 Prozent unter Tarif.

 

(Foto: IG Metall)



8:31 Uhr, Hauptbahnhof: Die Nacht war kurz, aber müde ist Thomas nicht. Dafür ist die Vorfreude zu groß. Abends um halb elf ist er in Dillingen in den Zug gestiegen, jetzt ist er hier. Berlin, Hauptbahnhof, kurz nach halb neun. Die Sonne steht schon hoch am Himmel, aus dem Sonderzug kommen immer mehr Menschen ― sie alle sind hier, weil sie an diesem Tag am Brandenburger Tor für ihre Zukunft demonstrieren wollen. Für einen sozialen, ökologischen und demokratischen Umbau der Industrie. Thomas steht mittendrinn, der Platz vor dem Bahnhof füllt sich. „Ich freue mich“, sagt er. „Das wird ein toller Tag.“


8:27 Uhr, Hauptbahnhof: Der Sonderzug aus Dillingen im Saarland ist gerade eingerollt.


7:58 Uhr, Hauptbahnhof: „Wir wollen hier in Berlin der Regierung zeigen, dass die digitale Transformation nicht ohne uns, ohne den Menschen stattfinden darf“, erklärt ein junger IG Metall-Aktiver. Er ist um 0:20 in Siegen in den Sonderzug gestiegen und hat keine Sekunde geschlafen. In seinem Betrieb, dem Logistikanlagenbauer SSI Schäfer in Neuenkirchen bekommt er den digitalen Wandel hautnah mit: „Wir liefern immer mehr vollautomatisierte Logistiksysteme, die fast ohne Beschäftigte funktionieren.“


7:46 Uhr, Hauptbahnhof: Der erste Sonderzug ist am Berliner Hauptbahnhof eingetroffen. Der Washingtonplatz vor dem Bahnhof füllt sich. Es geht los.

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