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Erste Warnstreikbilanz: Stahl-Beschäftigte nicht zu halten

© Heiko Stumpe

Erste Warnstreikbilanz: Stahl-Beschäftigte nicht zu halten

7000 Warnstreikende erhöhen Druck in Stahlwerken

10.03.2017 Ι Die Bilanz der ersten Warnstreikwoche zeigt: Es brodelt in den Stahlwerken. 7000 Beschäftigte in der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben seit Ende der Friedenspflicht die Arbeit niedergelegt und für ein vernünftiges Angebot der Arbeitgeber demonstriert.

Nach dem starken Auftakt bei Thyssenkrupp Steel Europe am 7. März in Duisburg mit über 3000 Warnstreikenden haben heute noch mal rund 2500 Beschäftigte nachgeheizt. Höhepunkt war in Salzgitter, wo 2000 Stahlwerker der Salzgitter AG vor die Werkstore zogen und für ihre Forderung demonstrierten. 

Mit dabei waren auch Warnstreikende von anderen Stahlwerken der Region, wie etwa der SZ Flachstahl GmbH, von VPS, der SZ Mannesmann Großrohr GmbH, der Ilsenburger Grobblech GmbH, GESIS, der SZ Mannesmann Forschung GmbH, SZ Business Service GmbH. Auch die in den Stahlwerken eingesetzten Leiharbeitnehmer waren dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt und ließen für etwa vier Stunden die Arbeit ruhen.

Insgesamt toppten die Stahlwerker bis zum Ende der Woche die Warnstreikzahl auf 7000 und sendeten damit ein deutliche Botschaft an die Arbeitgeber: "Wir werden die Warnstreiks in der kommenden Woche mit gleicher Intensität fortführen und gehen davon aus, dass die Arbeitgeber nach diesen Tagen der Unruhe wie in der Vergangenheit zu konstruktiver Tarifpolitik zurückkehren", so Knut Giesler, IG Metall-Verhandlungsführer für die nordwestdeutsche Stahlbranche.


In Nordrhein-Westfalen waren im Laufe der Woche etwa 1000 Stahlwerker in DuisburgDüsseldorf, Schalksmühle und in Finnentrop auf den Beinen gewesen und dem Aufruf der IG Metall gefolgt.

Den Startschuss zu den Warnstreiks hatten die Stahl-Arbeitgeber mit ihrem mickrigen Angebot von 1,3 Prozent am 6. März in Essen gegeben. Die IG Metall fordert für die 72 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie 4,5 Prozent mehr Geld und will die Tarifverträge zur Altersteilzeit sowie zu Werksverträgen weiterführen.

Am 16. März wird in der dritten Runde weiterverhandelt. Bis dahin gehen die Warnstreiks weiter, um die Arbeitgeber zu einem ordentlichen Angebot zu bewegen. Am 13. März ruft die IG Metall die Beschäftigten der Deutschen Edelstahlwerke in Siegen zu Warnstreiks auf.

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