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Eröffnung des Gewerkschaftstages in Karlsruhe

Der Mensch steht im Mittelpunkt

09.10.2011 Ι Wirtschaft und Politik müssen sich an den Menschen orientieren. Das forderte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, heute in Karlsruhe. Wetzel eröffnete unter dem Motto :"Kurswechsel: Gemeinsam für ein gutes Leben" den 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall.

Der Gewerkschaftstag findet in einer Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit statt. Die Turbulenzen an den Börsen, labile Banken und die nicht gelösten Schulden- und Haushaltskrisen in Europa und den USA lassen Ökonomen eine erneute Rezession befürchten. Weder die Bankenkrise noch die Eurokrise sind vom Himmel gefallen. Sie sind das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen. "Das alles ist von Menschen gemacht und kann auch von Menschen beeinflusst und verändert werden", stellte Detlef Wetzel fest.


Wie das gelingen kann, darüber wird der Gewerkschaftstag der IG Metall in der nächsten Woche diskutieren. 481 Delegierte werden einen Vorstand wählen, der die Gewerkschaft in den nächsten vier Jahren vertritt und die Geschäfte lenkt. Der Kongress ist für die Mitglieder von großem Interesse. Ebenso wie für die Öffentlichkeit, Medien, Politik und die Arbeitgebervertreter. In dieser Woche werden die Aufgaben und Ziele, also das Programm der IG Metall für die nächsten vier Jahre gesteckt.



Das Kapital steckt in den Köpfen der Menschen

Bundespräsident Christian Wulff sprach zu den 1600 Delegierten und Gästen in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe. Er bedankte sich für das Krisenmanagement der Arbeitnehmervertreter und lobte die Mitbestimmung als eine der großen Stärken der deutschen Wirtschaft. Denn sie beziehe die Arbeitnehmer mit all ihren Ideen, Fertigkeiten  und Fähigkeiten in die Zukunft ihrer Unternehmen ein. Wulff sagte: "Wo kooperativ miteinander umgegangen wird, wird produktiver gearbeitet. Das wichtigste Kapital steckt nicht in den Maschinen, sondern in den Köpfen der Menschen.

Ein Tariftreuegesetz für Baden-Württemberg

Zu den Delegierten sprach auch der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Er forderte, dass alle Arbeitnehmer nach Tarif bezahlt werden müssten, gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten und wandte sich gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Kretschmann kündigte an, dass die Landesregierung noch in dieser Legislaturperiode ein Tariftreuegesetz verabschieden werde.


 
Das musikalische Rahmenprogramm wurde von Hannes Wader und Konstantin Wecker, den Künstlern 'ohne Rolf'', Dirk Michaelis und Florian Schröder gestaltet. Die Initiative Respekt beteiligte sich mit Thomas Wark, Peter Lohmeyer und Sandra Minnert an der Eröffnung des 22. Ordentlichen Gewerkschaftstages.

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