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Engineering

Innovatives Arbeiten fördern

18.11.2016 Ι Open Innovation, agiles Entwickeln, Design Thinking: Eine Reihe neuer Wörter erobert die Arbeitswelt. Sie alle kreisen um die Frage, mit welchen Methoden in Unternehmen innovatives Arbeiten gefördert werden kann. Auf der 8. Engineering- und IT-Tagung Ende November in Renningen diskutiert die IG Metall, wie unter diesen Bedingungen Gute Arbeit moglich ist. Wir erklären, was hinter vier dieser Begriffe steckt.

Agile Unternehmen

 Agilitat ist das Gegenteil von Statik, jemand, der agil ist, der ist beweglich und wendig, er vermag sich schnell auf immer neue Situationen einzustellen. Für Unternehmen, die agil sind, gilt dasselbe: Sie sind so strukturiert, dass sie rasch reagieren konnen. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht ihnen, so die Annahme, wirtschaftlichen Erfolg - weil sie sich optimal auf die Schwankungen der Märkte sowie an die Bedürfnisse und Anforderungen von Kunden und Beschäftigten anpassen. Agile Unternehmen verfügen über eine projektorientierte Aufbau- und Ablauforganisation. Meist geht dies mit einem Abbau hierarchischer Strukturen und einem Aufbau selbst organisierter Projekt- und Netzwerkarchitekturen einher. Statt hierarchisch geführt zu werden, handeln die einzelnen Teams weitestgehend autonom, Arbeiten in Netzwerken wird gefördert und kultiviert.

 

Open Innovation

Open Innovation heißt wörtlich offene Erneuerung. Doch nicht die Erneuerung an sich ist offen, sondern der Weg dorthin. Unternehmen oder Organisationen öffnen sozusagen ihre Entwicklungsabteilungen. Wissen aus dem Betrieb mischt sich mit Wissen von außen. Kunden, Experten oder Lieferanten arbeiten an Entwicklungen mit, testen und verwerfen gegebenenfalls neue Produkte. Open Innovation kann das Wissen der Internetgemeinde nutzen. Ziel ist es, schneller und naher an den Interessen der Kunden oder Nutzer zu entwickeln. Eine Quelle für Open Innovation kann Open Source sein. Ein typisches Beispiel dafür ist Wikipedia. Unzählige Experten fassen ihr Wissen in Beitrage und stellen es allen zur Verfügung. Open Innovation muss allerdings nicht heißen, dass Unternehmen Wissen kostenlos bekommen. Wissen von außen kann auch Lizenzgebühren kosten.
 

Design Thinking

Design Thinking ist eine Methode, um Lösungen fur komplexe Aufgaben, zum Beispiel die Neugestaltung von Produkten, zu finden. Entwickelt wurde dieser Denkansatz von dem Ingenieur David Kelley im Silicon Valley. Design Thinking kommt aus den Bereichen Industriedesign und Marketing. Die Entwicklung geschieht im Team und orientiert sich an den Bedürfnissen des potenziellen Nutzers, der eine Maschine bedient, ein Produkt benutzt, eine Dienstleistung bekommt oder durch eine Webseite navigiert. Zum Team gehören Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Mithilfe eines Prototypen (Attrappe) wird das Produkt bereits früh getestet. Führt ein Test nicht zum erwarteten Erfolg, wird der Prototyp umgebaut und geht in eine neue Testschleife.

 

Innovation

Innovation heißt erneuern und wird meist im Sinne von Idee, Erfindung benutzt. Lab ist die englische Kurzformfur Labor. Die Rede ist also von einem Ideenlabor. In solchen Labors bringen Unternehmen Beschäftigte, Experten oder auch Kunden meist für begrenzte Zeit zusammen, um neue Ideen zu spinnen oder neue Produkte zu entwickeln. Dabei geht es darum, möglichst viele Perspektiven einzubringen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und Ideen schon mal zu testen. Das Lab kann ein Büro mit vier Wanden, aber auch ein virtueller Raum sein. Oft gründen Unternehmen sie aus, um eine Start-up-Kultur ohne Hierachien und Bürokratie nachzuahmen.

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