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Daimler Financial Services: Eckpunkte für Neuordnung der Finanzsparte erzielt. Foto: Christian von Polentz.

Daimler Financial Services: Eckpunkte für Neuordnung der Finanzsparte erzielt

18 Wochen Lunch-Walk haben sich gelohnt

21.10.2010 Ι Fünf Monate lang sind die Mitarbeiter von Daimler Financial Services und Mercedes-Benz Bank sowie deren Saarbrückener Tochter MBBS auf die Straße gegangen und haben gegen die Umstrukturierungspläne des Vorstandes demonstriert. Das hat sich gelohnt. IG Metall, Betriebsrat und Unternehmensleitung vereinbarten jetzt Eckpunkte für die neu zu ordnende Daimler-Finanzsparte, die den Beschäftigten Vorteile bringt.

Die 18 Wochen Lunch-Walk der Daimler-Banker haben sich gelohnt: Das neue vereinbarte Konzept reduziert die Anzahl der vom Umzug betroffenen Beschäftigten um mehr als 400. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2017 ausgeschlossen.

Die Eckpunkte im Detail
Die Verhandlungskommissionen des Konzernbetriebsrates, der IG Metall und der Unternehmensleitung DFS AG/MB Bank konnte sich für auf folgende Eckpunkte einigen:

Tarifbindung für die Service-Center
Die IG Metall hat für das bis dato tariffreie Service-Center in Saarbrücken (MBBS) sowie für das neu entstehende Service-Center in Berlin die Tarifbindung erreicht. Für die Beschäftigten der beiden Service-Center gilt ebenfalls der bereits bestehende IG Metall-Ergänzungstarifvertrag bei DFS und MB-Bank.

  • Das Tarifniveau orientiert sich an den jeweils regionalen Bedingungen.
  • Die Einkommen bei MBBS liegen fünf Prozent über dem heutigen durchschnittlichen Lohnniveau.
  • Die Einstiegsgehälter des Service-Centers Berlin liegen nicht unter dem Niveau der MBBS.

Die Anzahl der vom Umzug betroffenen Arbeitnehmer reduziert das neue Konzept um mehr als 400. Damit sind nur noch halb so viele Arbeitsplätze von den Umzügen betroffen wie ursprünglich vorgesehen.

Weiterhin vereinbarten IG Metall und Unternehmensleitung eine Beschäftigungssicherung bis 2017, beziehungsweise bis 2020.

  • Beschäftigte, die am bisherigen Standort verbleiben, behalten ihre vertraglichen Entgeltansprüche.
  • Beschäftigte, die an ihrem Standort bleiben wollen, obwohl ihr Job verlagert wird, können frühestens zum 31. Dezember 2017 gekündigt werden.
  • Für die Beschäftigten, die mit umziehen, sowie alle anderen Beschäftigten gilt eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2019.


Für die Beschäftigten, die aus dem Unternehmen ausscheiden, regelt ein Interessenausgleich beziehungsweise ein Sozialplan die Ausscheidungsvereinbarungen. Die Einzelheiten des Sozialplans werden in den nächsten Wochen verhandelt.

Klaus Abel, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, zeigt sich mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden: "Die Finanzdienstleister haben geschafft, was ihnen nur wenige zugetraut haben: Sie haben aus eigener Kraft die Beschäftigung für die nächsten sieben beziehungsweise neun Jahre gesichert." Die Daimler-Banker haben sich erfolgreich organisiert und konnten ihre Interessen durchsetzen.

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