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Bundestagswahl 2013: Sichere und faire Arbeit ist Aufgabe der Politik. Foto: Andreas Ziegler

Bundestagswahl 2013: Sichere und faire Arbeit ist Aufgabe der Politik

Der Mensch als Maßstab - auch in der Politik

25.06.2013 Ι "Der Mensch als Maßstab" - diese Botschaft will die Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Kolleginnen und Kollegen in der IG Metall vor der Bundestagswahl von der CDU verstanden wissen. Sichere und faire Arbeit sei auch Aufgabe der Politik, darin sind sich die Metaller einig.
"Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer müssen sich in der Politik widerspiegeln", forderte Gerhard Gertsen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Kolleginnen und Kollegen in der IG Metall, gleich zu Beginn der 11. Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft am 7. und 8. Juni in Berlin. Die IG Metall sei als Gesprächspartner in Politik und Gesellschaft akzeptiert, dennoch sei der Trend zu prekärer Beschäftigung ungebrochen.

11. Bundeskonferenz Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Kolleginnen und Kollegen in der IG Metall. Foto: Andreas Ziegler
11. Bundeskonferenz Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Kolleginnen und Kollegen in der IG Metall.
Foto: Andreas Ziegler

Die Debatte drehte sich dann auch schnell um den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit, einen flächendeckenden Mindestlohn und den flexiblen Alterssaustieg. Kurzum, der Arbeitsmarkt muss neu geordnet werden. Und zwar von der Politik. "Wenn die Arbeitgeber nicht selbst in die Hufe kommen, muss ihnen die Politik auf die Sprünge helfen. Das fordern wir", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall.

Fair, verlässlich, ausreichend

Die Menschen wollten einen unbefristeten Arbeitsvertrag und ein faires und verlässliches Einkommen. Das bestätigten auch die Ergebnisse der aktuellen Beschäftigtenbefragung der IG Metall, meinte Huber. Darin bezeichneten 88 Prozent einen unbefristeten Arbeitsvertrag, 83 Prozent ein ausreichendes und verlässliches Einkommen als "sehr wichtig". Prekäre Arbeitsverhältnisse dagegen werden strikt abgelehnt. Über 90 Prozent der Befragten fordern, dass der Niedriglohnsektor eingedämmt wird.

Berthold Huber auf der 11. Bundeskonferenz Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Kolleginnen und Kollegen in der IG Metall. Foto: Andreas ZieglerKarl-Josef Laumann, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), bestätigte das. "Ein großer Teil des Lebens ist die Berufstätigkeit. Die Rahmenbedingungen dafür ordentlich zu gestalten, ist Sache der Politik." Das unbefristete Normalarbeitsverhältnis sei ein ganz wesentlicher Stabilitätsfaktor, auch in der Gesellschaft. "Die Menschen werden sich nur dann bürgerschaftlich engagieren, wenn sie beruflich Sicherheit haben", sagte Laumann.

Starke Betriebsräte könnten viel bewegen für sichere und faire Arbeit, die Politik müsse jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen.

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