Betriebsratswahl Enercon: Hohe Wahlbeteiligung bei der WEA Küste
Demokratie darf nicht am Werkstor enden

Die Beschäftigten des Windanlagenbauers Enercon wählen seit Mittwoch Betriebsräte. Den Anfang machte die Servicegesellschaft WEA Küste in Pritzwalk. Die Wahlen in allen neun Servicegesellschaften werden noch bis Ende nächster Woche weitergehen. Die Kandidaten der IG Metall treten für ihr Recht ...

22. November 201322. 11. 2013


... auf Mitbestimmung ein.

Die Betriebsratswahlen bei Enercon laufen. Bis Donnerstag nächster Woche sind die rund 2000 Beschäftigten in den neun regionalen Enercon-Servicegesellschaften aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Den Anfang machte am Mittwoch der Servicestandort in Pritzwalk. Das Endergebnis der Betriebsratswahlen wird Anfang Dezember feststehen.

Die IG Metall hatte die Betriebsratswahlen Anfang September mit der Wahl von Wahlvorständen in allen Servicegesellschaften offiziell eingeleitet. Damals beteiligten sich über die Hälfte der Beschäftigten an den Wahlen der Wahlvorstände. Ein klares Votum pro Mitbestimmung bei Enercon. In den Monaten davor hatten sich zahlreiche Enercon-Servicemitarbeiter mit dem Wunsch nach einem Betriebsrat an die IG Metall gewandt.
 

IG Metall-Kandidaten stehen für klare Ziele

Die von der IG Metall unterstützten Kandidaten machen klar wofür sie stehen. In Videos und Flyer erklären sie ihre Ziele. So positionieren sich die Kollegen aus der WEA Service Ost GmbH, in eigens für die Betriebsratswahlen erstellten Flyern, zu Themen: Wertschätzung, Qualifizierung, Gesundheit und Ausgliederungen.
Sie wollen, dass die Beschäftigten bei Enercon mehr Wertschätzung für ihre qualitativ hochwertige Arbeit erfahren.

Betriebsratskandidaten der IG Metall bei Enercon WEA Nordwest im Wahlkampf

Das bedeutet auch, dass ihnen Enercon mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung anbietet. Zudem geht es gesundheits- und alternsgerechte Arbeitsplätze für die Monteure auf den Windenergieanlagen und die Beschäftigten im Büro. Für die Beschäftigten aller GmbHs geht es vor allem um Mitbestimmung, faire Beteiligung, und Mitsprache auf Augenhöhe.
 

Warum jetzt ein Betriebsrat?

Diesen Anspruche unterstreicht Nils-Holger Böttger, Betriebsratskandidat bei Enercon WEA Service Ost: „Ich kandidiere als Betriebsrat, weil Mitbestimmung und Demokratie nicht am Werkstor enden dürfen. Weil sich ohne uns keine Anlage dreht. Deshalb darf auch nicht ohne uns entschieden werden.“ Böttger und die anderen Kandidaten der IG Metall haben zudem einen Vorteil: sie wissen sie nicht nur was sie wollen, sondern auch wie sie es kriegen. Sie können auf Schulungen und Beratung der IG Metall zurückgreifen – und auf viel Erfahrung und Vernetzung in der Windbranche.
 
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