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Betriebsratsarbeit: Tue Gutes und rede darüber. Grafik: IG Metall

Betriebsratsarbeit: Tue Gutes und rede darüber

Betriebsräte tun viel Gutes - nur manchmal merkt es keiner

18.01.2011 Ι Betriebsräten fällt es nicht immer leicht, Erfolge und Konflikte öffentlich bekannt zu machen. Doch für ihre Arbeit brauchen sie auch die Öffentlichkeit. Denn wer Erfolge erarbeitet, sollte sie auch feiern und an die Belegschaft oder die Öffentlichkeit bringen. Wir haben Betriebsräte gefragt, wie sie das tun.

Medien bieten viele Möglichkeiten, um Themen im und außerhalb des Betriebes zu setzen. Manchmal kann es sogar entscheidend sein, einen Konflikt öffentlich zu führen und Anwohner oder Kunden auf der Seite der Belegschaft zu wissen. Doch Öffentlichkeitsarbeit im Interesse der Arbeitnehmer hat oft nur einen geringen Stellenwert. Ein Weg, Erfolge oder Konflikte in die Öffentlichkeit zu bringen, ist die Pressemitteilung. Eine Lokalzeitung, ein Aushang, Flugblatt oder das Intranet erfüllen ebenfalls einen guten Zweck.



Andrea Knebel. Foto: Privat

Andrea Knebel, Betriebsrätin bei Bosch in Bühl:
"Gute Pressearbeit ist sehr wichtig, denn die Belegschaft will sehen, was die gewählten Vertreter alles für sie tun. Zudem muss man die passende Sprache finden. Nur geschrieben ist noch lange nicht gelesen. Wir arbeiten in unserer Mitarbeiterzeitung mit vielen Bildern. Sie zeigen vor allem unsere Kolleginnen und Kollegen. Das spricht die Belegschaft an und sorgt dafür, dass sie unser Heft liest."



Dieter Hahn. Foto: HWK-Kassel Dieter Hahn, BR-Vorsitzender beim Autohaus Glinicke in Kassel:
"Die Bedeutung von Pressearbeit haben wir 2007 und 2008 gesehen. Damals haben wir mit betrieblichen Aktionen gegen die Tarifflucht des Unternehmens protestiert. Es war sehr wichtig, einen guten Draht zu den Medien zu haben, um unsere Position zu transportieren. Ich kann jedem Betriebsrat nur empfehlen, sich frühzeitig zu vernetzen. Im Konfliktfall sind gute Pressekontakte Gold wert."



SabineKuhlmann. Foto: PrivatSabine Kuhlmann, GBR-Vorsitzende bei OerlikonTextile in Remscheid:
"Nach GBR-Sitzungen erhält die ganze Belegschaft per E-Mail Infos über wichtige und aktuelle Themen. Bei neun Standorten ist es selbstverständlich, alle über unsere Arbeit auf dem Laufenden zu halten. Hierbei helfen uns der E-Newsletter und das Intranet. Wem etwas nicht passt, der kann uns per Mail kontaktieren. Und der Betriebsrat vor Ort kann gleich reagieren und Missverständnisse beseitigen."



Uwe Werner. Foto: DaimlerUwe Werner, BR-Vorsitzender bei Daimler in Bremen:
"Innerbetrieblich informieren wir über Flugblätter und Betriebsratszeitung. Darüber hinaus haben wir einen sehr guten Kontakt zur regionalen Presse. Denn Gesellschaftspolitik endet nicht am Werktor. Es ist wichtig, dass wir die Argumente der Arbeitgeber oder des Mainstreams in der Öffentlichkeit in anderem Licht darstellen oder korrigieren."

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