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Betriebsratsarbeit in neuen Technologien

Betriebsratsarbeit in neuen Technologien

Kompetenz für saubere Energie und gute Arbeit

01.02.2010 Ι Moderne Industriegesellschaften sind ohne Energie nicht denkbar. Eine funktionsfähige sowie klima- und ressourcenschonende Energieversorgung ist deshalb unverzichtbare Grundlage für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Die IG Metall und die Betriebsräte des Energieanlagenbaus treten in der Energiepolitik für eine nachhaltige Innovationsstrategie ein.

Den Energieanlagenbau haben die Folgen der Weltwirtschaftskrise bislang noch weit weniger getroffen, als andere Teilbranchen des Maschinenbaus. Ob dies auch 2010 so bleiben wird, hängt entscheidend davon ab, wie lange und wie tief der weltweite wirtschaftliche Abschwung sein wird. Eine stabile Entwicklung der Weltwirtschaft ist noch nicht in Sicht. Deshalb kann der Energieanlagenbau von einer sinkenden Nachfrage bei Kraftwerksanlagen und verschlechterten Finanzierungsbedingungen mittelfristig noch stärker betroffen werden.
Die Wirtschaftskrise zu überwinden, Arbeitsplätze zu sichern und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen voranzutreiben, ist damit die entscheidende Herausforderung für die nächsten Jahre. Die IG Metall und die Betriebsräte im Energieanlagenbau setzen sich gemeinsam für einen sozial-ökologischen Zukunftsvertrag ein.

Stimmen aus den Betrieben
Wilhelm Kuper, Konzernbetriebsratsvorsitzender, ABB Mannheim:
IG Metall und Betriebsräte bei ABB setzen sich kompetent und praxisnah mit zukunftsweisenden Technologiefeldern auseinander. Sie beschäftigen sich strategisch und klar fokussiert mit Energieeffizienz und Intelligenten Netzen. Gerade zu letzterem wurde im ABB-Konzern die 4. Industrieinitiative aus der Taufe gehoben und zwischenzeitlich ein interdisziplinäres Projektteam eingesetzt. Diese von den Betriebsräten unterstützte Initiative gilt es, weiter voran zu treiben. Wir dürfen sie nicht dem Management allein überlassen, sondern verstehen uns hier als "Treiber" dieser Innovation. Die Beschäftigten stimmen bei der Betriebsratswahl 2010 somit auch über ihre "Innovationsvertreter" ab.

Karl Meyer, Betriebsratsvorsitzender, Voith Hydro, Heidenheim:
Vor dem Hintergrund des weltweit stark steigenden Energiebedarfs und des Klimawandels (CO2-Debatte) profitiert Voith Hydro von einer Renaissance der Wasserkraftwerke. Die Geschäftstätigkeit ist außerordentlich rege. Insbesondere was den Export betrifft. Es handelt sich vor allem um Aufträge aus China, Indien und Südamerika, aber zwischenzeitlich auch aus Europa. In Deutschland geht es vor allem um Revisionsarbeiten und darum, die Wirkungsgrade zu verbessern. Wir forschen und entwickeln auch in Gezeiten- und Wellenkraftwerken. Der Prototyp einer Gezeitenströmungsturbine wird in Südkorea in Betrieb genommen. Das Unternehmen stellt Arbeitskräfte ein, insbesondere hochqualifizierte für das Engineering.

Wolfgang Ringelband, Betriebsratsvorsitzender, Hitachi Power Europe, Duisburg:
Wir wünschen uns, dass die Politik und auch die Menschen erkennen, dass wir durch die Erneuerung des Kraftwerkparks und mit modernster Technik nicht gegen das Klima arbeiten, sondern im Gegenteil, aktiven Umweltschutz betreiben. Dadurch schonen wir Ressourcen und minimieren Emissionen. Wir brauchen dringend eine solide Rechtssicherheit im Kraftwerksbau, um verlässliche Planungsgrundlagen für die Zukunft unserer Arbeitsplätze zu haben. Im Vertrauen auf die Planungssicherheit der Energiewirtschaft haben wir unsere
Belegschaft in den letzten Jahren verdreifacht. Was wird aus diesen Menschen, wenn aufgrund ungültiger Genehmigungsverfahren unsere Arbeitsgrundlage entfällt?

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