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AVO 2009: Die betriebliche Altersvorsorge bei Alstom wurde gesichert und ausgebaut. Foro: Brian Jackson/Fotolia.de

Betriebliche Altersvorsorge

Versorgung bei Alstom Deutschland ausgebaut

08.12.2009 Ι Trotz Krise: Das Energie- und Transporttechnik-Unternehmen Alstom Deutschland führt eine verbesserte Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung ein. Dem Konzernbetriebsrat gelang es mit Hilfe der IG Metall, einheitliche Regelungen für alle deutschen Allstom-Gesellschaften zu vereinbaren.

Die Alstom-Versorgungsordnung 2009 (AVO 2009) tritt rückwirkend zum 1. April dieses Jahres in Kraft. Konzernbetriebsrat und Unternehmensleitung wollen mit dem Regelwerk die Versorgungssicherheit der rund 6350 Alstom-Beschäftigten in Deutschland für das Alter, aber auch für den Todesfall oder Invalidität, erhöhen.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Udo Belz ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Es ist uns gelungen, die bestehende Betriebsrente um bis zu 20 Prozent zu erhöhen. Für junge Beschäftigte konnten wir die Versorgungslücken, die durch Verschlechterungen in den Regelungen zur gesetzlichen Rente entstanden sind, zum Teil ausgleichen."

Individuelle Lösung
Künftig hängt die Höhe der betrieblichen Altersvorsorge vom Entgelt, der Anzahl der Dienstjahre sowie dem Beitrag des Beschäftigten ab. Zum entgeltabhängigen Basisbeitrag gewährt Alstom ab 2012 nach fünfjähriger Betriebszugehörigkeit einen Treuebeitrag. Machen die Beschäftigten von der Entgeltumwandlung Gebrauch, zahlt das Unternehmen zusätzlich einen Förderbetrag. Während der Elternzeit fließen die Beiträge bis zu 18 Monate pro Kind weiter.

Basis-, Förder- und Treuebeiträge werden in einem Zinskonto, Eigenbeiträge und altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL) in der MetallPensionskasse der MetallRente angelegt. In beiden Fällen garantiert das Unternehmen eine Mindestverzinsung. Beschäftigte mit einem Alterskapital von über 30 000 Euro erhalten eine lebenslange Rente. Ansonsten erfolgt eine einmalige Auszahlung bei Rentenantritt, frühestens aber nach Vollendung des 60. Lebensjahres.

Bei einem vorzeitigen Versorgungsfall wie Tod oder Invalidität wird das bis dahin auf dem Zinskonto gesammelte Guthaben auf einen Mindestbetrag erhöht. Dieser entspricht der Summe der Alstom-Beiträge, die bis zum regulären Renteneintritt zu erwarten gewesen wären. Im Falle der vollen Erwerbsminderung wird das Versorgungskapital in Form einer lebenslangen Rente ausgezahlt.

Für wen gilt die Regelung?
Die Teilnahme an der Alstom Versorgungsordnung 2009 steht unbefristet Beschäftigten nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit, frühestens aber nach Ende der Probezeit, zu. Ausgenommen von dem Programm sind leitende Angestellte und geringfügig Beschäftigte.

Jochen Homburg von der IG Metall hat den Alstom-Konzernbetriebsrat bei den Verhandlungen über die AVO 2009 unterstützt. Auch er bewertet den Abschluss positiv: "Mit diesem Rentenabschluss ist es gelungen, die Betriebsrente als wichtigen Bestandteil der Altersvorsorge der Arbeitnehmer bei Alstom zu stabilisieren und sie für die meisten sogar zu verbessern."

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