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BBS zahlt endlich Löhne für Dezember

BBS zahlt endlich Löhne für Dezember

Angespannte Lage in der Insolvenz

19.01.2011 Ι Die Belegschaft des Felgenhersteller BBS macht schwere Zeiten durch. Der Betrieb hatte Ende Dezember Insolvenz angemeldet - zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren. Besonders krass: Die Gehälter für Dezember wurden nicht wie üblich zum Monatsende gezahlt, weil plötzlich kein Geld mehr da war.

Am 30. Dezember 2010 hatte der Felgenhersteller BBS International GmbH mit Sitz in Schiltach und einem weiteren Standort in Herbolzheim Insolvenz angemeldet. In Herbolzheim arbeiten derzeit rund 150 Beschäftigte in der Produktion, im Stammwerk Schiltach rund 285. In Schiltach sind auch Entwicklung und Vertrieb angesiedelt. Für die Belegschaft kam die Insolvenz völlig überraschend.

Geld kommt mit Verspätung
Der Hammer war aber, dass die Beschäftigten keinen Lohn für Dezember überwiesen bekamen. Betriebsrats und IG Metall setzten alle Hebel in Bewegung, dass die Leute zu ihrem sauer verdienten Geld kamen. "Inzwischen wurde eine Insolvenzvorfinanzierung in die Wege geleitet", sagt Reiner Neumeister, Bevollmächtigter der IG Metall Freudenstadt. "Im Moment finden Zahlungsläufe statt, so dass die Beschäftigten in diesen Tagen endlich ihr Dezembergehalt bekommen." 

Jetzt ist die Frage, wie es mit BBS weitergeht. Seit dem 10. Januar läuft die Produktion wieder. Am 14. Januar fanden in beiden Werken Betriebsversammlungen statt. Aus den Äußerungen der Belegschaft wurde klar, dass sie keine Zukunft mit dem bisherigen Eigentümer Guido Dumarey sieht, der BBS nach der ersten Insolvenz übernommen hatte.

Standorte nicht auseinanderdividieren
IG Metall und der BBS-Betriebsrat wollen auf alle Fälle, dass die beiden Standorte nicht auseinandergerissen werden. "Die beiden Standorte gehören zusammen und ergänzen sich. Unser Bestreben ist jetzt, einen Investor zu finden für das ganze BBS-Konstrukt, das heißt für beide Standorte", sagt Neumeister. Die Insolvenz und die Solidarität mit der Belegschaft finde jedenfalls große Resonanz in der Öffentlichkeit. Dieser Rückhalt sei in der jetzigen Situation sehr wichtig. Ziel des Insolvenzverwalters Thomas Oberle ist es, den Betrieb wieder zahlungsfähig zu machen. Dank der guten Autokonjunktur gibt es wieder eine anziehende Nachfrage nach Felgen.

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