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Auftakt der Tarifrunde Textilindustrie Ost. Foto: wikihow.com

Auftakt der Tarifrunde Textilindustrie Ost

Für die Textiler im Osten muss es ebenfalls mehr geben

15.03.2011 Ι Gestern haben sich erstmals die Verhandlungspartner der IG Metall und der ostdeutschen Textilbranche (vti) in Chemnitz getroffen. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ein Angebot legten die Arbeitgeber gestern nicht vor.

Der derzeit gültige Tarifvertrag für die ostdeutsche Textilindustrie endet am 31. März 2011. Für die rund 16 000 Beschäftigten der Branche fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Geld. Außerdem will die IG Metall regeln, wie der demografische Wandel in den Betrieben bewältigt werden kann.

Stabile Konjunktur
Der Anteil für Entgelte am Umsatz liegt in der ostdeutschen Textilbranche bei rund 16 Prozent. Die Umsätze sind nach dem Krisenjahr 2009 um  9,4 Prozent im Jahr 2010 gestiegen. Deshalb sei es an der Zeit, dass die Beschäftigten vom Aufschwung und der stabilen Konjunktur profitieren, erklärte Helga Schwitzer, zuständiges Vorstandsmitglied der IG Metall für Tarifpolitik.

Demografischer Wandel
IG Metall-Verhandlungsführer Michael Jung sieht außerdem noch Regelungsbedarf beim Thema "demografischer Wandel". Dazu betonte Jung, dass sich die Altersstruktur der Beschäftigten in der Textilindustrie in den vergangenen Jahren deutlich in Richtung ältere Arbeitnehmer verschoben hätte, jedoch das Bewusstsein über den demografischen Wandel in den Betrieben offensichtlich noch nicht verbreitet sei. "Die Branche braucht junge, gut ausgebildete Fachkräfte mit fairen Entgelten und vernünftigen Arbeitsbedingungen, um die Zukunftsfähigkeit der Betriebe zu gewährleisten", konstatierte der Gewerkschafter.

Kein Angebot der Arbeitgeber
In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Sie versuchten den Aufschwung klein zu reden und wiesen auf steigende Rohstoff- und Energiepreise hin. Tatsache ist jedoch, dass die Beschäftigen wieder unter Volldampf arbeiten. Darauf verwies die IG Metall. Überstunden und Sonderschichten seien in vielen Betrieben an der Tagesordnung. Die IG Metall stellte klar, einen Energieabschlag werde es in dem Tarifabschluss nicht geben.

Die Verhandlung wird am 24. März 2011 in Chemnitz fortgesetzt. 

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