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Arbeitsmarkt im April 2011: Bundesagentur meldet stabile Entwicklung

Arbeitslosenzahl sinkt

28.04.2011 Ι Auch für den Monat April kann die Bundesagentur für Arbeit wieder gute Nachrichten verbreiten: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist erneut angestiegen und die Zahl der Arbeitslosen um 132 000 auf 3 078 000 gesunken. Was aber keiner so richtig benennen will: Vor allem die Leiharbeitsunternehmen melden großen Personalbedarf an. Neueinstellungen erfolgen also nach wie vor zuallererst im Bereich von prekären Jobs. Wir sagen, warum das gar nicht geht.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, stieg im April auf ein Rekordhoch, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bereits am Mittwoch mitteilte. Ihr Stellenindex hat  im Vergleich zum Vormonat um zwei Punkte auf 167 Punkte zugelegt. Das ist der höchste Wert seit Einführung des Indexes im Jahr 2004.

Auch die absolute Zahl der Arbeitslosen ist auf 33078000 gesunken, wie die BA heute in Nürnberg vermeldete. Das sind 321 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote hat damit um 0,3 Punkte auf 7,3 Prozent abgenommen, nachdem sie ein Jahr zuvor noch 8,1 Prozent betragen hatte. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Februar bei 27,93 Millionen, das ist ein Zuwachs von knapp 700 000 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen um 457 000, die der Teilzeitstellen um 239 000 zu. Auch die Arbeitskräftenachfrage ist erneut gestiegen, wenn auch weniger stark als in den vergangenen sechs Monaten.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

  • Arbeitslosenzahl im April: von 132 000 auf 3 078 000 gesunken
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: minus 321 000
  • Arbeitslosenquote im April: minus 0,3 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent


Das Problem bei der eigentlich schönen Sache: Jede dritte gemeldete Arbeitsstelle ist eine Stelle in der Leiharbeitsbranche. Auch die Minijobs nehmen zu: mehr als sieben Millionen Arbeitnehmer gibt es mittlerweile, die mit einem 400-Euro-Job auskommen müssen. Besonders betroffen von diesen Entwicklungen sind nach wie vor junge Menschen. Zwei Drittel der unter 35-Jährigen waren laut einer Infratestumfrage in ihrer Berufseinstiegspase prekär beschäftigt oder arbeitslos. Das bedeutet eine starke Verunsicherung in diesem für das spätere Leben so wichtigen Lebensabschnitt Begriffe wie "Generation Prekär" sind in die Alltagssprache eingezogn. Das muss geändert werden. Deshalb setzt die IG Metall sich für Junge Generation ein.

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