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Arbeitgeber führten Christlichen Gewerkschaften Mitglieder zu

Deal zwischen Artos und Christlichen Gewerkschaften

09.03.2011 Ι Nach Berichten des Nachrichtenmagazins Frontal21 hat die Artos-Unternehmensgruppe mit Sitz in Dortmund den Christlichen Gewerkschaften jahrelang Leiharbeiter als Mitglieder zugeführt. Und das oft ohne Wissen der Betroffenen. Frontal21 liegt eine Mitgliederliste der Christlichen Gewerkschaften mit rund 1500 Leiharbeitern vor. Dabei stellten die Reporter fest: von 100 Befragten wussten nur vier von ihrer Mitgliedschaft.

Jahrelang sind Leiharbeiter der Artos-Unternehmensgruppe ohne ihr Wissen Mitglied einer Christlichen Gewerkschaft geworden. "Frontal21" liegt eine Mitgliederliste der Christlichen Gewerkschaften mit rund 1500 Leiharbeitern aus dem Ruhrgebiet vor. Offensichtlich hat sich das Unternehmen mit den künstlichen Gewerkschaftsmitgliedern den Haustarifvertrag zahlen lassen, der einen Dumping-Stundenlohn von 4,81 Euro ermöglicht. Nach Aussagen ehemaliger Artos-Mitarbeiter gegenüber "Frontal21" mussten alle Bewerber und Mitarbeiter Beitrittserklärungen "am laufenden Band" unterschreiben.

Nicht tariffähig, sondern kriminell
Das Nachrichtenmagazin befragte Professor Peter Schüren, Arbeitsrechtler an der Universität Münster, zu dem Fall. Der sieht einen starken Verdacht auf schwere Wirtschaftskriminalität, dem nun nachgegangen werden müsse. Damit sei die Gewerkschaft außerdem nicht tariffähig: "Das bedeutet, dass die Gewerkschaft Gegner-finanziert ist", so Professor Schüren. "Wenn eine Gewerkschaft Gegner-finanziert ist, ist sie nicht tariffähig."

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