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Arbeit: sicher und fair!

Charta Junge Generation

Mit unserer Charta "Junge Generation. Arbeit: sicher und fair!" bieten wir eine Plattform, um gemeinsam mit den jungen Leuten für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Weil Worthülsen und leere Versprechungen ihnen nicht weiterhelfen, ergreifen wir für sie Partei. Gemeinsam zeigen wir Konzepte auf. Wir fordern von Unternehmen und Politik, diese zu verwirklichen.


Charta Junge Generation.

Arbeit: sicher und fair!


"Junge Menschen haben das Leben vor sich. Ihnen steht die Welt offen." Dieser optimistische Blick in die Zukunft ist getrübt. Soziale Auslese und verschlossene Türen zu guter Bildung und zu sicherer Arbeit verbauen vielen die Zukunft. Jungen Menschen wird so eine selbstbestimmte Lebensplanung erschwert. Ihnen wird die Chance auf ein gutes und erfülltes Leben genommen.

Die Junge Generation hat das Recht, ihre eigene Zukunft - und damit die Zukunft unserer Gesellschaft - gestalten zu können. Die Ansprüche der Jungen Generation dürfen nicht den Gewinn- und Flexibilisierungsinteressen der Arbeitgeber untergeordnet werden. Die Junge Generation erwartet, dass die Gesellschaft Verantwortung dafür übernimmt, dass im 21. Jahrhundert gleiche Chancen für alle jungen Menschen geschaffen werden.

Wir als IG Metall stellen uns dieser Verantwortung.

Jeder junge Mensch hat das Recht auf Arbeit - nicht auf irgendeinen Job, sondern auf einen sicheren und guten Arbeitsplatz. Das ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes, planbares und materiell gesichertes Leben. Dafür setzen wir uns ein.

  1. Für sichere Arbeit
    Nach Ausbildung und Studium sind immer mehr Berufseinsteiger mit einem verrohten Arbeitsmarkt konfrontiert. Leiharbeit, Befristung, Werkvertrag, Dauerpraktikum und Phasen der Arbeitslosigkeit - so sieht die Realität für fast jeden zweiten jungen Menschen in Deutschland aus. Zukunftsplanung ist so kaum machbar. Jeder junge Mensch hat das Recht auf eine sichere Beschäftigung.

  2. Für gute Arbeit
    Arbeit ist mehr als Broterwerb. Beschäftigte sind mehr als ein Produktionsfaktor. Für viele junge Menschen sind Leistungsverdichtung, überlange Arbeitszeiten und ausufernde Arbeitskontrolle Realität. Gute Arbeit sieht anders aus. Entfaltungs-, Gestaltungs- und Mitsprachemöglichkeiten gehören dazu. Gute Arbeit kann und soll Spaß machen. Jeder junge Mensch hat das Recht auf eine gute und erfüllende Arbeit.

  3. Für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben
    Zu einem erfüllten und guten Leben gehören die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Raum für Freundschaften, Hobbys, ehrenamtliches und politisches Engagement. Aber für viele junge Menschen besteht die Realität aus fast grenzenlos ausgeweiteten Arbeitszeiten, und Arbeitszeitflexibilität wird oft nur im Unternehmensinteresse gedacht. Planbare Arbeitszeiten sind ebenso wie an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausgerichtete Kinderbetreuungsmöglichkeiten ein Schlüssel zur guten Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Jeder junge Mensch hat Anspruch darauf, über seine Zeit mitbestimmen zu können.

  4. Für gerechte Chancen auf Bildung und Ausbildung
    Bildung ist in unserer Gesellschaft die wichtigste Ressource für die Zukunft. Aber die Bildungschancen sind so ungerecht verteilt wie in kaum einem anderen Industrieland. Der Geldbeutel und die Bildung der Eltern entscheiden nach wie vor über die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Bei der Weiterbildung gilt viel zu oft das Motto "wer hat, dem wird gegeben". Inakzeptabel ist auch der hohe Anteil an jungen Menschen, die gar keinen Schul- und Berufsabschluss erreichen. Jeder junge Mensch hat das gleiche Recht auf gute Bildung, Ausbildung und Weiterbildung.

  5. Für soziale Sicherheit
    Der Sozialstaat wird immer weiter ausgedünnt. Für viele junge Menschen, gerade in unsicheren Arbeitsverhältnissen, bedeutet das weniger sozialen Schutz. Eine Folge ist ein für junge Menschen besonders hohes und in den letzten Jahren stark gestiegenes Armutsrisiko. Soziale Sicherheit ist kein Luxus, sondern notwendig für die volle Entfaltung der individuellen und gesellschaftlichen Potenziale. Die Junge Generation hat ein Recht auf einen gerecht finanzierten Sozialstaat, der ihre Lebensrisiken absichert.




Was tun?
Die Ziele der Charta im Betrieb diskutieren und Türen aufstoßen: Wer immer unsere Kampagne unterstützt, trägt etwas bei zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der jungen Menschen in unserer Gesellschaft. Diskutieren Sie unsere Forderungen am Arbeitsplatz, in Ihrem Familien- und Freundeskreis, im Verein und im Internet.

Kampagnen

Für ein gutes Leben

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