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Antwort der IG Metall auf die Videobotschaft von Kanzlerin Angela Merkel

Stress mit dem Stress

23.09.2014 Ι Ausufernde Arbeitszeiten, steigender Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit - das sind die Merkmale der modernen Arbeitswelt. Sie machen viele Menschen krank. Hans-Jürgen-Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, kritisiert Kanzlerin Angela Merkel. Sie hatte einer Anti-Stress-Verordnung eine Absage erteilt. Urban hält die Strategie des Aussitzens in Sachen Stress für unverantwortlich.

Zunehmend leiden viele Menschen unter den Belastungen der Arbeitswelt und werden davon krank. Um sie besser vor den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu schützen, fordert die  IG Metall eine "Anti-Stress-Verordnung". Zwar haben die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag keine solche Verordnung festgeschrieben. Doch es war vereinbart worden, eine gesetzliche Regelung zu Stress zu prüfen. Auch der Bundesrat hatte im letzten Jahr beschlossen, dass Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet werden sollen, die Beschäftigten vor Stress zu schützen.


Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Notwendigkeit sieht, den Stress in den Unternehmen einzudämmen, kritisiert die IG Metall. Hans-Jürgen Urban sagte: "Sollte die jüngste Aussage der Kanzlerin zur Anti-Stress-Verordnung eine generelle Absage gegen eine solche Verordnung sein, dann ist das eine klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. Diese Haltung ist nicht nachvollziehbar. Wenn es um den Schutz der psychischen Gesundheit geht, ist eine Strategie des Aussitzens unverantwortlich". 


Es besteht dringender Handlungsbedarf - das hatten zuletzt nicht nur die Sozialpartner sondern auch Andrea Nahles, Bundesarbeitsministerin, erkannt. Sie hatte im Spätsommer die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beauftragt, fundiert aufzuarbeiten, ob und wie es möglich ist, entsprechende Regelungen zu treffen. 2015 sollen dazu erste Ergebnisse vorliegen.

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