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metallzeitung_11_2010

Aktive der IG Metall im Betrieb

Als "Aktive" etwas im Betrieb bewegen

08.02.2012 Ι In den kommenden Wochen wählen die IG Metall-Mitglieder in den Betrieben wieder ihre Vertrauensleute. Doch die IG Metall unterstützt auch Beschäftigte, die erst mal ohne Wahl und Amt als "Aktive" ein Thema in die Hand nehmen und etwas bewegen wollen.

Ein Haufen Probleme im Betrieb? Etwa ungerechte, miese Löhne? Überlange, unberechenbare Arbeitszeiten? Und keine Gewerkschaftsstrukturen im Betrieb? Solche Zustände gibt es zuhauf, vor allem in kleineren oder jungen Betrieben, etwa in der Windkraft- und Solarindustrie. Und oft gibt es dort auch Beschäftigte, die etwas ändern wollen. Für die aber eine formelle Wahl von IG Metall-Vertrauensleuten zu früh oder ein zu großer Sprung wäre. Und die lieber erst mal in kleinen Schritten anfangen wollen, etwas zu verbessern und für ein spezielles aktiv werden möchten.

Diese Beschäftigte unterstützt die IG Metall nun gezielt und bietet ihnen eine passende Beteiligungsmöglichkeit - als "Aktive". Die IG Metall hilft den Beschäftigten dabei, für ihre drängendsten Probleme aktiv zu werden und "Aktivenkreise" zur organisieren.

 

"Ganz wichtig für uns ist dabei: Es geht immer zuerst um die Sache - das Ziel, das die Beschäftigten sich selbst setzen", erklärt Jeffrey Raffo, der das zentrale Organizingprojekt der IG Metall leitet. "Wir helfen den Aktiven in unserem Projekt dabei, eine Kampagne zu planen und umzusetzen. Wir beraten sie etwa dabei, wie sie vor vielen Leuten reden und sie für die Bewegung gewinnen können -  und mit welchen Instrumenten sie ihre Ziele erreichen."

 

Von Aktivenkreisen zur nachhaltigen Vertrauensleute-Arbeit im Betrieb

Den Beschäftigten beim Windkraftkonzern RePower ist es gelungen, mit Hilfe von IG Metall-Organizern Aktivenkreise aufzubauen und dadurch erste Verbesserungen zu erreichen. Aus der Wut über ungerechte Löhne, ungleiche Arbeitszeiten und unfaire Behandlung ist innerhalb von weniger als zwei Jahren erst Hoffnung und schließlich eine Bewegung geworden. Zugleich sind immer mehr Beschäftigte Mitglied der IG Metall geworden und haben schließlich im Herbst über 100 Vertrauensleute gewählt. Weil nach und nach klar geworden war: Ihre Ziele kann die Belegschaft nur mit einer nachhaltigen Gewerkschaftsarbeit und einem Tarifvertrag erreichen. Derzeit wählen die Metaller an den REpower-Standorten gerade Tarifkommissionen aus ihrer Mitte, die mit dem Arbeitgeber verhandeln werden.


Eine ähnliche Situation gibt es bei Vestas, dem weltgrößten Windkraftbauer, in Deutschland mit knapp 2000 Beschäftigten an mehreren Standorten. Der Konzern plant gerade tausende Arbeitsplätze weltweit abzubauen. Der Erhalt des Jobs steht daher bei den Beschäftigten ganz oben auf der Liste. Das hat das neue Aktivennetzwerk gerade über eine Mitarbeiter-Befragung klargestellt. Die Aktiven, bei Vestas oft Monteure, sind bundesweit verstreut unterwegs, machen bislang bei der Bewegung mit. Und es werden mehr. Die IG Metall hilft ihnen dabei.


So wie bei REpower und Vestas unterstützt die IG Metall in etwa 50 regionalen Projekten die Beschäftigten dabei, Aktivenkreise aufzubauen und in Bewegung zu kommen. Wollt Ihr auch etwas im Betrieb bewegen? Fragt Eure IG Metall vor Ort.

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