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Aktionstag bei der Salzgitter AG. Foto: IG Metall

Aktionstag bei der Salzgitter AG

Proteste gegen Billiglohnstrategie

23.02.2011 Ι In Salzgitter machten heute rund 1000 Beschäftigte der Salzgitter AG den Anfang zum bundesweiten Aktionstag gegen Leiharbeit und prekäre Beschäftigung.

Die Metaller protestierten auf einer Kundgebung in Salzgitter gegen die dramatische Zunahme von prekären Arbeitsverhältnissen. Besonders junge Menschen sind davon betroffen. Mehr als 54 Prozent der Beschäftigten unter 24 Jahren hangelten sich von Job zu Job und haben nur geringe Aussichten auf einen festen Arbeitsvertrag, kritisierte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.



Politik macht sich zum Handlanger der Verleihbranche
Meine ist unzufrieden mit dem Ergebnis des Vermittlungsverfahrens im Rahmen der Hartz IV-Reform. Er sagte: "Anstatt die gleiche Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbeschäftigten gesetzlich zu regeln, hat die Politik sich zum Handlanger einer Billiglohnstrategie der Leiharbeitgeber gemacht. Die Lohnuntergrenze wird für kaum einen Leiharbeitsbeschäftigten im Organisationsbereich der IG Metall Verbesserungen bedeuten". Er forderte die Arbeitgeber zum Umdenken auf: "Nehmen sie sich endlich ein Beispiel an der Stahlbranche, an der Salzgitter AG oder an Volkswagen und bieten sie den jungen Menschen eine berufliche Perspektive. Das ist das beste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel."

Bundesweit mehr als tausend betriebliche Aktionen geplant
Hartmut Meine kündigte für den 24. Februar weitere betriebliche Aktionen gegen die fortwährende Klientelpolitik der schwarz-gelben Regierungskoalition und die Billiglohnstrategie der Arbeitgeber an. Bundesweit werde es in mehr als 1 000 Betrieben Aktionen gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse geben. Allein in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligen sich Beschäftigte aus rund 120 Betrieben für bessere Arbeits- und Leistungsbedingungen in den Betrieben.

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