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Aktion für faire Leiharbeit in München

Vorliegender Gesetzentwurf ist eine Mogelpackung

17.03.2011 Ι Eine Delegation der IG Metall forderte die Münchner FDP-Bundestagsabgeordneten auf, sich im Bundestag gegen den Gesetzentwurf zur Leiharbeit auszusprechen. Dazu übergaben die Metaller ein Paket mit 11 000 Unterschriften. Anlass ist die Debatte um das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz am 21. März 2011 im Bundestag.

Im Vorfeld der Beratungen über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz am 21. März 2011 im Bundestag wendet sich die IG Metall verstärkt an die örtlichen Politiker. Sie fordert unverändert eine tragfähige gesetzliche Regelung der Leiharbeit. Dazu gehören vor allem das Equal Pay-Prinzip und das Synchronisationsverbot. Mit dem Synchronisationsverbot wird die Gleichsetzung der Beschäftigungsdauer mit der Verleihdauer untersagt. Beides fehlt im vorliegenden Gesetzentwurf von Arbeitsministerin von der Leyen. 

In München übergab am 16. März 2011 eine Delegation der IG Metall ein Paket mit 11 000 Unterschriften gegen den Missbrauch der Leiharbeit. Zur Delegation gehörten die Betriebsratsvorsitzenden von KraussMaffei, SONA, Osram und Epcos, 15 Leiharbeiter und Michael Leppek von der IG Metall. Die Metaller forderten die Bundestagsabgeordneten Daniel Volk und Rainer Stinner auf, sich am 21. März 2011 bei der öffentlichen Sachverständigenberatung zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz im Bundestag gegen den vorliegenden Gesetzentwurf auszusprechen.


Nach dem nun vorliegenden Gesetzentwurf ist der Missbrauch von Leiharbeit nicht nur weiter möglich, sie wird zudem mit Lohndumping noch gefördert. Damit ist klar: Der vorliegende Gesetzentwurf ist eine Mogelpackung.

Weniger Geld für gleiche Arbeit

Obwohl sie die gleiche Arbeit machen verdienen Leiharbeiter bis zu 40 Prozent weniger als ihre festangestellten Kollegen. Das ist ungerecht, schließlich sind sie nicht weniger produktiv. Jeder achte Leiharbeiter ist trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Den Profit teilen sich Verleiher und Entleiher. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Stammbelegschaft: Denn Leiharbeit verdrängt zunehmend reguläre Jobs und etabliert einen Niedriglohnsektor im Betrieb. Die IG Metall hat deshalb eine "Initiative Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" gestartet. Damit Leiharbeit in Zukunft fair gestaltet wird.

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Links und Zusatzinformationen
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Hotline für Mitglieder

Für alle Fragen rund um die Leiharbeit hat die IG Metall für Leiharbeitnehmer, die Mitglied sind, eine Hotline eingerichtet. Unter 0800 - 4463488 können sie sich kostenfrei beraten lassen.

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