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Affeldt Maschinenbau Gmbh i.G.: Tarifbindung erreicht. Foto: Affeldt GmbH

Affeldt Maschinenbau Gmbh i.G.: Tarifbindung erreicht

Faire Arbeitsbedingungen für die neuen Arbeitsplätze

10.06.2010 Ι Die Beschäftigten der neuen Affeldt Maschinenbau GmbH i.G. (in Gründung) können künftig mit tarifgebundenen und fairen Arbeitsbedingungen rechnen. Der neue Neuendorfer Betrieb ist der Pinneberger Metall Innung beigetreten. Somit gelten dort die Tarifverträge der IG Metall. Weiterhin soll ein Ergänzungs-, Beschäftigungsicherungs- und Sanierungstarifvertrag eine solide tarifliche Grundlage für den Neustart schaffen.

Der Bevollmächtige Uwe Zabel von der IG Metall Unterelbe ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden: "Durch die Mitgliedschaft der Affeldt Maschinenbau GmbH in der Pinneberger Metall Innung gelten die Tarifverträge der IG Metall für das schleswig-holsteinische Metallhandwerk für den Neustart der Affeldt." Die neuen Arbeitsplätze seien damit tarifgebunden und es gelten faire Arbeitsbedingungen.

Gute Grundlage für den Neustart
Weiterhin hat die IG Metall Küste mit der neuen Geschäftsleitung einen Ergänzungs-, Beschäftigungsicherungs und Sanierungstgarifvertrag vereinbart. Dieses Verhandlungsergebnis bewertet die IG Metall als eine gute Grundlage für eine Perspektive für bis zu 100 Arbeits- und 20 Ausbildungsplätze in Neuendorf. Damit habe die "Elmshorner Lösung" eine solide tarifvertragliche Grundlage für die Beschäftigten der neuen Affeldt Maschinenbau GmbH i.G.

Am 1. Juni 2010 hatte der Insolvenzverwalter betriebsnotwendige Vermögensgegenstände des Neuendorfer Verpackungsmaschinenherstellers an den Elmshorner Stahlbaubetrieb ASM verkauft. Der neue Investor plant einen Neuaufbau und will viele Stellen erhalten, was die IG Metall positiv als "Elmshorner Lösung" bewertet.

Im Vorfeld hatte die IG Metall einen Sozialtarifvertrag mit dem insolventen Unternehmen und der Landesregierung in Kiel abgeschlossen, den die Beschäftigten mit einem einwöchigen Warnstreik erstritten hatten. Der Sozialtarifvertrag stand jedoch unter dem Widerrufsvorbehalt, bis mit dem neuen Investor eine Zukunftsstrategie für die Affeldt GmbH gefunden wurde.

Landesregierung und Banken in der Pflicht
Die Betriebsratsvorsitzende von Affeldt, Astrid Petersen, sieht nun die Banken, die Landesregierung und die Agentur für Arbeit in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten und die "Elmshorner Lösung" zu unterstützen: "Wir haben eine faire Grundlage für die Zukunft. Nun müssen Landesregierung und Banken schnell alles tun, damit wir wieder in der neuen Affeldt Maschinenbau GmbH i.G eine Perspektive haben und wieder schnell aus der Arbeitslosigkeit in gute Arbeit kommen".

Am Montag, den 14. Juni 2010, wollen die Mitglieder der IG Metall in einer Urabstimmung über das Verhandlungsergebnis zwischen IG Metall und der neuen Affeldt-Geschäftsleitung abstimmen. Ein Votum dafür gilt als sicher.

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