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Abschied von Willi Arens

Ein gradliniger Mensch und guter Stratege ist gegangen

10.01.2011 Ι Willi Arens ist verstorben. Er war von 1990 bis 1998 Erster Vorsitzender der ehemaligen Gewerkschaft Textil/Bekleidung. Früher als andere sah er die Folgen der Globalisierung, gerade für die Textil- und Bekleidungsindustrie voraus.

Willi Arens wurde am 2. Juni 1937 in Freckenhorst geboren. Er hatte sich schon früh in der Gewerkschaftsbewegung und der Sozialdemokratie engagiert. Von 1970 bis 1985 leitete er die Nordhorner Geschäftsstelle der Gewerkschaft Textil/Bekleidung, damals eine der größten in Deutschland. 16 Jahre lang gehörte er dem Landtag Niedersachsens an, acht Jahre davon als Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD.

1986 zog sich der gelernte Weber aus der Parteiarbeit zurück und wechselte in den Hauptvorstand der Gewerkschaft Textil/Bekleidung (GTB). Auf dem 16. Ordentlichen Gewerkschaftstag der GTB in Würzburg wurde Willi Arens zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Amtszeit von 1990 bis 1998 setzte sich Willi Arens vehement für eine Sozialklausel ein, das heißt für die Einhaltung von soziale Mindestbedingungen für alle, die am internationalen Handel teilnehmen. Willi Arens selbst sagte, dass das Motto: "Fairer Handel geht vor freiem Handel" sich durchsetzen wird, aber leider dann zu spät für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde schnell deutlich, wie die heraufziehende Globalisierung zu massiven Arbeitsplatzverlusten in der Textil- und Bekleidungsindustrie führte und damit auch zu Mitgliederverlusten der GTB. Umsichtig und konsequent führte Willi Arens seine GTB in die Integration mit der IG Metall zum 1. April 1998.

Willi Arens ist am vergangenen Mittwoch, dem 5. Januar 2011 im Alter von 73 Jahren verstorben.

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